„ZDF-History“ zeigt Belege: Hitlers Geheimwaffenchef Kammler hat den Kriegüberlebt (FOTO)





Hitlers mächtiger Geheimwaffen-Chef Hans Kammler wurde 1948 von
einem deutschen Gericht für tot erklärt. Angeblich beging der
SS-General am 9. Mai 1945 Selbstmord. Doch neueste Quellenfunde, die
„ZDF-History“ in der Dokumentation „Hitlers Geheimwaffenchef – Die
zwei Leben Hans Kammlers“, Sonntag, 18. August 2019, 23.45 Uhr,
präsentiert, widerlegen die amtliche Version.

Ein auf den 30. Mai 1945 datiertes Dokument des Geheimdienstes der
US-Luftwaffe listet eine Reihe hochrangiger deutscher
Kriegsgefangener auf, die zum Verhör zur Verfügung stehen: neben
Albert Speer und Hermann Göring auch Hans Kammler – drei Wochen nach
dessen angeblichem Tod. Im November 1945 ordnete der
Militär-Geheimdienstchef der U.S. Air Force (Europa) an, Kammler
aufgrund seines Wissens über die wichtigsten bombensicheren
unterirdischen Rüstungsanlagen zu vernehmen, da Erkenntnisse darüber
für künftige mit Raketen und Atombomben geführten Kriege von
Bedeutung sein könnten (Ausschnitt des Dokuments als Foto vorhanden).
Weitere Dokumente belegen die weitreichenden Zuständigkeiten des
SS-Generals bei den Geheimprojekten: Raketen, Atomenergie und
Düsenflugzeuge. Zudem kontrollierte er ein Netz wichtiger
Rüstungsstandorte unter Tage und Forschungseinrichtungen.

Ein brisanter Fall: Denn Hans Kammler war nicht nur für neueste
Waffensysteme zuständig. Der SS-General und promovierte Architekt
hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Errichtung von
Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie den systematischen
Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen, der Zehntausende Opfer forderte. Er
war ein „Technokrat des Todes“ und wurde als Kriegsverbrecher bei den
Nürnberger Prozessen offenbar nur deshalb nicht zur Verantwortung
gezogen, weil er einer Siegermacht als Wissensträger dienen konnte.

„ZDF-History“ hat dem Thema schon 2014 eine Dokumentation
gewidmet, als sich bei Recherchen erste Hinweise auf ein Überleben
Kammlers und seinen Weg in die USA verdichteten. Die neuen
Quellenfunde aus einem Archiv der U.S. Air Force belegen erstmals
schriftlich, dass sich Hans Kammler nach Kriegsende in US-Gewahrsam
befunden haben muss. Der aktuelle Film führt überdies neue
Erkenntnisse zur Bedeutung des SS-Generals als Architekt von
Todeslagern und Verantwortlicher für sogenannte Vergeltungswaffen vor
Augen sowie die Dimension seines Schattenreiches – riesige
unterirdische Anlagen für die Rüstungsproduktion. Im Film von Andreas
Sulzer und Stefan Brauburger kommen neben den Historikern Rainer
Karlsch, Matthias Uhl, Stefan Karner und Mark Walker auch Zeitzeugen
zu Wort.

Ansprechpartnerin: Dr. Birgit-Nicole Krebs, Telefon: 030 –
2099-1096; Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

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veröffentlicht von am 14. Aug 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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