ZDF: Erstellung der Ranglisten bei „Deutschlands Beste“ fehlerhaft/ Programmdirektor Norbert Himmler kündigt Konsequenzen an





Die Ranglisten für die beiden ZDF-Shows
„Deutschlands beste Männer“ und „Deutschlands beste Frauen“
entsprechen nicht der repräsentativen Forsa-Umfrage. Das ist das
Ergebnis einer internen Untersuchung, die Programmdirektor Norbert
Himmler Anfang dieser Woche beauftragt hatte.

Die Redaktion wollte in zwei Unterhaltungssendungen die
beliebtesten deutschen Frauen und Männer ermitteln. Um dafür eine
möglichst breite Basis zu erreichen, wurden drei Umfragen
durchgeführt: eine repräsentative Forsa-Befragung, ein Online-Voting
sowie ein „Hörzu“-Leseraufruf.

Die Forsa-Studie gliederte sich in zwei Teile: Im ersten Schritt
wurde offen gefragt, welche noch lebenden deutschen Frauen und Männer
für sie die „besten bzw. bedeutendsten“ sind. Dafür waren 1016
repräsentativ ausgewählte Personen befragt worden. Es ging dabei um
neun Kategorien, u.a. Wissenschaft/Forschung oder Sport. Hieraus
wurde eine erste Liste von je 100 Männern und Frauen erstellt, aus
denen im zweiten Schritt in einer weiteren Forsa-Befragung mit 2000
Teilnehmern sowie einem Online-Voting und der „Hörzu“-Abstimmung die
jeweils 50 „Besten“ nominiert werden sollten.

Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass es methodische
Probleme gibt, die unterschiedlichen Ergebnisse zusammenzuführen.
Daher hat sich die Redaktion zunächst dafür entschieden, sich allein
auf die repräsentativen Forsa-Umfragen zu stützen. Wie sich im Rahmen
der Untersuchung jetzt herausstellt, hat die Redaktion dann in der
Vorbereitung der Sendungen Veränderungen am Ranking der
Forsa-Befragung vorgenommen, die den Zweck hatten, angefragten Gästen
der Show einen attraktiveren Rangplatz zu geben. Dies geschah ohne
Wissen der eingeladenen Gäste.

Programmdirektor Norbert Himmler sagte dazu: „Die Veränderungen am
Ergebnis der Forsa-Umfragen sind ein grober Verstoß gegen die
Programmrichtlinien des ZDF. Das ist nicht zu rechtfertigen und
schadet der Glaubwürdigkeit des ZDF. Daher werden auch
arbeitsrechtliche Konsequenzen geprüft. Wir werden dem Fernsehrat
außerdem spezifische Regeln für Voting-Shows vorlegen. Ein zentraler
Bestandteil wird die Transparenz der Ergebnisse und der
Befragungsmethode sein. Ich entschuldige mich bei allen
Zuschauerinnen und Zuschauern, bei allen, die an den Abstimmungen
teilgenommen haben, wie auch bei den betroffenen Prominenten.“

Bei der Rangliste „Deutschlands beste Männer“ wurden die folgenden
Änderungen vorgenommen:

– Frank-Walter Steinmeier (von Platz 10 auf Platz 6)
– Franz Beckenbauer (von Platz 31 auf Platz 9)
– Wolfgang Schäuble (von Platz 6 auf Platz 11)
– Claus Kleber (von Platz 39 auf Platz 28)
– Michael „Bully“ Herbig (von Platz 42 auf Platz 36)
– Peter Kloeppel (von Platz 27 auf Platz 39)
– Jan Hofer (von Platz 36 auf Platz 42)

Bei der Rangliste „Deutschlands beste Frauen“ wurden die folgenden
Änderungen vorgenommen:

– Hannelore Kraft (von Platz 5 auf Platz 4)
– Helene Fischer (von Platz 10 auf Platz 5)
– Ursula von der Leyen (von Platz 4 auf Platz 6)

Die Originallisten der Forsa-Umfragen und die Ranglisten der
beiden Shows sind veröffentlicht unter http://ly.zdf.de/c56P/

Pressekontakt:
ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

veröffentlicht von am 11. Jul 2014. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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