ZDF-Doku „Böse Bauten“: Hitlers Architektur an Nord- und Ostsee (FOTO)





Abreißen, neu nutzen oder gar unter Denkmalschutz stellen – wie
soll die Gesellschaft mit Bauten aus der NS-Zeit umgehen? An der
Nord- und Ostseeküste finden sich zahlreiche sperrige Relikte aus der
Zeit des Nationalsozialismus. Diesen widmet sich der fünfte Teil der
ZDF-Dokumentationsreihe „Böse Bauten“, die sich mit den baulichen
Hinterlassenschaften der NS-Zeit beschäftigt, am Sonntag, 30.
September 2018, 0.15 Uhr. ZDFinfo zeigt eine 45-minütige Fassung am
Mittwoch, 3. Oktober 2018, 20.15 Uhr.

Die Bunker des sogenannten „Atlantikwalls“ im niederländischen
Scheveningen, dem See-Vorort von Den Haag, bieten mitten in der
Ferienidylle ein bizarres Bild. Eine niederländische Stiftung kümmert
sich um die Beton-Bauten, die die deutschen Besatzer einst
hinterlassen haben. Der Atlantikwall ist ein länderübergreifendes,
europäisches Kriegsmonument, das für die Zukunft erhalten werden
soll. Manche Bunker werden neu interpretiert und in stylische
Eigenheime verwandelt.

Das wohl prominenteste und größte noch erhaltene NS-Bauwerk des
Nordostens, das einstige „Kraft durch Freude“-Seebad Prora auf Rügen,
sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Schicke Eigentumswohnungen sind
entstanden, die sich bestens verkaufen, aber was bleibt vom Original
dabei noch erfahrbar? Die Dokumentation unternimmt eine kritische
Spurensuche.

Ein erschütterndes Kriegsmonument ist das wenig bekannte
Kriegsgefangenenlager Sandbostel zwischen Bremen und Hamburg. Hier
versucht man, die historischen Baracken und Mauerreste zu sichern und
überwucherte Fundamente freizulegen.

In Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom besucht das ZDF-Team das
seit über 70 Jahren streng abgeriegelte munitionsbelastete
Sperrgebiet der ehemaligen Heeresversuchsanstalt: einkontaminiertes
Naturparadies. Hier machte Wernher von Braun, einer der Pioniere der
US-Raumfahrt, mit der V2-Rakete NS-Karriere.

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veröffentlicht von am 26. Sep 2018. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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