“YouTuber ist ein sehr dummer Ausdruck”, meint Rezo





Seit seinem fast einstündigen Video im Mai über
“Die Zerstörung der CDU” bekommt Rezo ständig Anfragen von
klassischen Medien und sagt meist ab. Für das Medienmagazin “ZAPP” im
NDR Fernsehen hat er sich nun Zeit genommen. Die neue Moderatorin
Kathrin Drehkopf befragt ihn in ihrer ersten Sendung am 23. Oktober
u. a. nach seiner Wortwahl. In der vergangenen Woche hatte er
Innenminister Seehofer per Tweet “Doofie” genannt, um dessen
Äußerungen über die Gamer-Szene zu kritisieren. Den Begriff habe er
gewählt, weil er meine, dass viele Millionen Menschen in Deutschland
eben genauso sprechen.

Er wende sich gegen eine “institutionelle Sprache”, z. B. bei
Politikern, “weil die Leute in der Politik über Jahrzehnte gelernt
haben, dass sie nicht direkt mit der Bevölkerung sprechen, sondern
immer mit dem Umweg über eine Zeitung.” Er selbst sehe sich nicht als
Journalist, so Rezo. Aber er bestätigt im Gespräch mit “ZAPP”, dass
er in Zukunft ein gemeinsames Projekt mit der Wochenzeitung “Die
Zeit” starten wolle, ohne Einzelheiten zu erläutern.

Seine Rolle sei eher die eines Influencers, so Rezo: “So –ne Anne
Will ist ein Influencer, ich bin ein Influencer, die –FAZ– ist ein
Influencer – wir sind alle Influencer, wir alle beeinflussen
Menschen. Und deswegen haben wir alle gleichermaßen in Relation zu
der Reichweite, die wir haben – also Anne Will mehr als ich – eine
Verantwortung.”

Mit seiner Plattform YouTube streite er sich am meisten darüber,
dass die Richtlinien überall auf der Welt dieselben seien, obwohl die
Wertvorstellungen sich unterscheiden, so Rezo. Den Plan für eine
Europäische Super-Plattform als Alternative befürworte er: “Ich finde
das sau-cool, allein aus User-Sicht. Ich glaube, dass das
Hauptproblem ist, dass das sehr große Unternehmen sind, die einfach
das Beste für sich aushandeln wollen. Und auch da wieder die Frage
ist: Vielleicht kriegen wir es besser hin, wenn die nicht nur an das
Maximieren von Geld denken, sondern es einfach eine gute Sache für
alle Leute wäre.”

Er bedauere, dass diese Chance bisher verpasst wurde. “Was die
Digitalpolitik angeht, sind wir halt nicht smart und strong, deswegen
ist das natürlich nicht passiert”, sagt Rezo. Den Begriff “YouTuber”
kritisiert er, weil das nur auf das Medium geht. Zu Kathrin Drehkopf
sagte er: “Das ist so, wie wenn ich dich –Fernsehler– nenne.”

Eine andere “Fernsehlerin” aus der “ZAPP”-Redaktion, Gudrun
Kirfel, hatte für die Sendung einen Auftritt bei den “Space Frogs”.
Die YouTube-Kollegen hatten zuvor gemeinsam mit Rezo eine Ausgabe der
“Bild”-Zeitung kritisiert. Ihre Äußerungen über Journalisten in
diesem Video sorgten danach für Diskussionen. Um ins Gespräch zu
kommen, luden die “Space Frogs” anschließend Vertreterinnen und
Vertreter klassischer Medien ein.

Die “ZAPP”-Autorin sagte als einzige zu. Beide – sowohl die “Space
Frogs” als auch Gudrun Kirfel – haben aus der Begegnung ein Video
erstellt. Gudrun Kirfels Beitrag läuft ebenso wie das Interview mit
Rezo am Mittwoch, 23. Oktober, bei ZAPP um 23.20 Uhr im NDR
Fernsehen.

Die Langfassung des Interviews von Kathrin Drehkopf mit Rezo
stellt ZAPP am Mittwoch, 23. Oktober, ab 21.00 Uhr online auf
www.ndr.de/zapp und unter www.youtube.de/zapp.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Ralf Plessmann
Tel.: 040 / 4156-2333
Mail: r.plessmann@ndr.de
http://www.ndr.de
https://twitter.com/NDRpresse

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 23. Okt 2019. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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