Workshop des ZDF-Fernsehrates / Neue Wege: Strategien des ZDF zum Erreichen Jüngerer





“Jüngere Zuschauer mit öffentlich-rechtlichen
Angeboten zu erreichen, ist eine wesentliche Zukunftsfrage, nicht nur
für das ZDF”, so Ruprecht Polenz, Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates.
Es sei ungleich schwerer, Jüngere für Informationsangebote zu
begeistern als für Unterhaltungsangebote. Der öffentlich-rechtliche
Auftrag verlange aber gerade, mit vielfältigen Inhalten zum
Meinungsbildungsprozess – auch der Jüngeren – beizutragen. Zur
Vermittlung essentieller Werte, aber auch angesichts der alarmierend
geringen Wahlbeteiligung, sei die Ansprache Jüngerer besonders
wichtig, betonte Polenz.

Im Rahmen eines internen Workshops des ZDF-Fernsehrates
diskutierten am 17. Februar 2011 Fernsehratsmitglieder mit nationalen
und internationalen Experten sowie den ZDF-Programmverantwortlichen
die Erreichbarkeit von jüngeren Zuschauern. “Mit den Digitalkanälen
sowie den ZDF-Onlineangeboten sind die Strukturen geschaffen worden,
um Jüngere gezielt anzusprechen. Diese Chance muss das ZDF nutzen und
neue Gefäße mit jungen Inhalten füllen”, so Ruprecht Polenz. Es gebe
in den Digitalkanälen wie ZDFneo sowie in ZDF-Onlineangeboten bereits
frische und innovative Inhalte, die gerade bei der jüngeren
Zielgruppe steigende Akzeptanz fänden. Die Strategie sollte zudem die
neuen Technologien in den Blick nehmen, die das Sehverhalten
maßgeblich beeinflussen, wie etwa Hybrid-TV und mobile Endgeräte.

Zu den Programminhalten führte der Produzent Mischa Hofmann aus:
“Jüngere Zuschauer wollen im Programm ihre Erfahrungen, Wahrnehmungen
und Stimmungen wiederfinden. Daher müssen in einer jungen Erzählform
nachvollziehbare Lebensgefühle getroffen werden.” “Es kommt darauf
an, die Lebensrealität emotional zu verdichten und erzählerisch
wiederzugeben. Insbesondere unterhaltend-informierende Angebote,
Themen der persönlichen Orientierung und Alltagsbewältigung sollten
verstärkt werden”, so der Produzent Stefan Oelze.

Mit Roek Lips, Senderchef des öffentlich-rechtlichen Jugendkanals
“Nederland 3”, wurden Strategien und Konzepte zur Ansprache jüngerer
Zuschauergruppen ausgetauscht und Kooperationsmöglichkeiten für
junge, innovative Formate diskutiert.

“Mit seinen digitalen –Beibooten– verfügt das ZDF erstmals über
Plattformen, auf denen es mit Programmformaten experimentieren und
Nachwuchs aufbauen kann. Die Digitalkanäle sind insofern auch
Innovationsmotor für das ZDF-Hauptprogramm, in dem ebenfalls eine
Verjüngung angestrebt wird. Programmereignisse, junge Genres und
Inhalte, neue Programmformate werden nach der Neusortierung des
ZDF-Programm-Bouquets im Mittelpunkt der Arbeit an der
Programmverjüngung stehen”, so ZDF-Intendant Markus Schächter.

Zusammenfassend erklärte Ruprecht Polenz: “Unser Workshop hat
verdeutlicht, dass es in puncto Verjüngung noch viel zu tun gibt,
aber auch, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Der Fernsehrat
wird diesen Weg des ZDF aufmerksam verfolgen und dem Haus beratend
zur Seite stehen, wenn es darum geht, neue Zugänge zu jüngeren
Zuschauern aufzubauen.”

Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

veröffentlicht von am 18. Feb 2011. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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