Westfalen-Blatt: (technische Korrektur) Das ZDF will sich im Show-Bereich personell verstärken und setzt zudem weiter auf Carmen Nebel. Das sagte Intendant Thomas Bellut dem in Bielefeld erscheinenden WESTFALEN-BLATT.





Das ZDF will sich im Show-Bereich personell
verstärken und setzt zudem weiter auf Carmen Nebel. Das sagte
Intendant Thomas Bellut dem in Bielefeld erscheinenden
WESTFALEN-BLATT. Vermutungen, das ZDF wolle Carmen Nebel (56) wegen
ihres Alters loswerden, bezeichnete Bellut als »Unsinn«. Der
Intendant sagte der Zeitung: »Ich schätze Frau Nebel sehr. Ihr
Vertrag läuft Ende des Jahres aus, jetzt gibt es Gespräche mit
Angebot und Gegenangebot. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns bald
einig sind.« Nach der Ankündigung Jörg Pilawas, zur ARD zu wechseln,
will das ZDF personell nachlegen. »Wir haben im Show-Bereich durchaus
etwas Platz«, sagte Bellut, ohne konkrete Namen zu nennen. Den
»Wetten, dass. . ?«-Moderator Markus Lanz, der zuletzt nur noch 7,4
Millionen Menschen vor den Fernseher lockte, verteidigte der
Intendant gegen Kritik: »Seine erste –Wetten, dass. . ?—Staffel lag
im Schnitt weit über neun Millionen Zuschauern. Ich bin damit sehr
zufrieden. Bei der letzten Sendung war nicht alles perfekt, aber ich
finde, dass Markus Lanz das sehr gut macht.« Es sei nicht geplant,
Lanz– Vorgänger Thomas Gottschalk zum ZDF zurückzuholen, erklärte
Bellut (58) gegenüber der Zeitung: »Es gibt nach wie vor
freundschaftliche Gespräche mit ihm, aber keine Verhandlungen über
einen Wechsel.« Nach dem großen Erfolg des Dreiteilers »Unsere
Mütter, unsere Väter« kündigte Bellut weitere Filme und
Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg an. Außerdem plane der
Sender als Gegengewicht zu den vielen Krimis im Programm neue
Familienserien. Im Hinblick auf das TV-Duell der Kanzlerkandidaten
Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) forderte Bellut Stefan
Raab (Pro7) auf, die Spielregeln einzuhalten: »Ich habe nichts gegen
ihn, er ist ein hochbegabter Unterhalter, aber das Duell dient nicht
dazu, dass sich Moderatoren profilieren – die Kandidaten sind die
Stars.« Ein Kanzlerduell dürfe nicht zur Show-Veranstaltung
verkommen. Der langjährige bayerische Ministerpräsident Edmund
Stoiber (CSU) hatte Raab als zusätzlichen Moderator ins Gespräch
gebracht, weil nur so auch jüngere Menschen einschalteten. Diese
Behauptung bezeichnete Bellut als falsch: Schon bei den letzten
Kanzler-Duellen hätten Millionen Jüngere zugeschaut.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 5. Apr 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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