Westfalen-Blatt: Staatsminister Neumann: keine Gebühren für neue digitale Spartensender – Dokumentationen statt Talkshows





Der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd
Neumann (CDU), hat ARD und ZDF davor gewarnt, weitere digitale
Spartensender zu gründen. »Der erste Auftrag geht an das
Hauptprogramm«, sagte Neumann dem Bielefelder Westfalen-Blatt
(Dienstagsausgabe). Er sei »gegen höhere Gebühren, die man braucht,
um zusätzliche Kanäle zu finanzieren«. Es dürfe nicht sein, dass
»Substanzielles in die zusätzlichen Nebenkanäle gedrängt wird«,
betonte der 70-Jährige, der seit 2005 Kulturstaatsminister ist.
Dadurch werde das Hauptprogramm entqualifiziert. Neue Kanäle hält
Neumann angesichts der bereits bestehenden Sender Phoenix, 3Sat und
Arte für überflüssig. »Es kann nicht angehen, dass wir am Ende für
jedes Thema einen eigenen Fernsehkanal unterhalten müssen«, sagte
Neumannder Zeitung weiter. Die ARD hatte in der vergangenen Woche
angekündigt, den digitalen Spartensender Einsextra in tagesschau24
umzubenennen. Außerdem bietet die ARD die Kanäle Einsplus und
Einsfestival an. Das ZDF betreibt die Spartensender Neo, Kultur und
Info. Neumann forderte die Sender außerdem dazu auf, mehr
Dokumentationen und weniger Talkshows auszustrahlen. »Diese Inflation
der Talkrunden ist mit nichts zu rechtfertigen. Der eigentliche
Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist Information,
qualifizierte Unterhaltung und nicht zuletzt auch Kultur«, sagte
Neumann dem Westfalen-Blatt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 30. Apr 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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