Westfalen-Blatt: Kommentar zum Vatikan





Es waren 55.913,62 Euro, die am letzten Juniwochenende
anlässlich des Festes Peter und Paul im Erzbistum Paderborn in den
Klingelbeuteln lagen. Diese Kollekte geht als »Peterspfennig« traditionell an
den Vatikan, um wohltätige Arbeit des Papstes zu unterstützen. Nun besteht der
Verdacht, dass der weltweit gespendete »Peterspfennig« nicht Armen zugute kam,
sondern seit Jahren in Londoner Luxusimmobilien gesteckt wurde. Papst Franziskus
selbst sprach am Dienstag von Korruption und einer »hässlichen Sache«.
Finanzskandale im Vatikan sind nicht neu. Die eigene Bank stand schon im
Verdacht, Geschäfte mit der Mafia zu machen, es gab Ermittlungen wegen
Geldwäsche und Untreue. Doch der aktuellen Affäre lässt sich auch etwas Gutes
abgewinnen: Der Fall wurde vom Vatikan selbst aufgedeckt, und es war Papst
Franziskus, der der Staatsanwaltschaft Durchsuchungen im Vatikan gestattete.
Aufklären statt Vertuschen – das ist es, was die Gläubigen von ihrer Kirche
erwarten. Und es ist die einzige Möglichkeit, Vertrauen zurückzugewinnen.

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Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

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veröffentlicht von am 27. Nov 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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