Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Torlinientechnik





Fußball-Fans, die oben gelb tragen und als Hose
schwarz, sahen es nach dem Pokalfinale so: Es gab einen Sieger nach
90 Minuten (Dortmund) und es gab einen nach 120 Minuten (FC Bayern).
Nicht einmal der Jubel der nach Verlängerung erfolgreichen Münchener
konnte die Lautstärke übertreffen, mit der dann über den Treffer
diskutiert wurde, der (k)einer war. Nun haben die Profiteure der
denkwürdigen Fehlentscheidung von Berlin gleich selbst den Antrag
gestellt, innerhalb der ersten Liga nochmal über die Torlinientechnik
abzustimmen. Das ist geschickt, und doch fördert es die Kluft
zwischen den Klassen. Die Zweitligisten hatten sich der Idee beim
ersten Mal aus Kostengründen nahezu komplett verweigert, daran würde
sich auch nichts ändern. Bei der bisherigen 9:9-Patt-Situation in der
ersten Liga wäre die Zwei-Drittel-Mehrheit nicht unerreichbar fern.
Es muss jetzt auch was kommen, zu folgenreich sind die
Urteilstrübungen der Schiris. Der DFB ist gleich eingestiegen auf den
Bayern-Antrag und hat den Druck erhöht. Eine halbgare Lösung bliebe
es, solange die 2. Liga nicht mitziehen kann.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 21. Mai 2014. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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