Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Preispolitik beim Fußball-Bundesligisten SC Paderborn





Der kleine Neuling aus Paderborn bittet seine
Anhänger kräftig zur Kasse, keine Frage. Abgezockt hat er die
Fußball-Fans dennoch nicht. Angebot und Nachfrage haben vielmehr den
Preis geregelt, denn der SC Paderborn hätte mehr als 30 000
Dauerkarten verkaufen können – so riesig ist das Interesse am
Bundesliga-Ball. Die Preissteigerung ist mit bis zu 90 Prozent deftig
ausgefallen, viel Spielraum gab–s aber auch nicht. Der Etat mit 34
Millionen Euro ist für den SCP ambitioniert, ligaweit sind die
Ostwestfalen damit dennoch Schlusslicht. Das macht deutlich: Noch
weniger geht gar nicht. Zumindest nicht, wenn man eine
konkurrenzfähige Mannschaft aufs Feld schicken will, gleichzeitig
Schulden abbauen möchte und nebenbei auch die eigene Arena abbezahlen
muss. Und noch eins: Wer bei den Bundesliga-Konkurrenten in München
oder Dortmund unterm Stadiondach hockt, sitzt billiger und wird in
der Regel mit besserem Fußball belohnt. Das ist so. Aber auch nur,
wenn man was sieht. Denn bei aller Kritik an der Preispolitik, eines
ist in Paderborn garantiert: erstklassige Sicht. Auf jedem Platz.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 31. Jul 2014. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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