Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Urteil im Fall Mirco





Ein anderes Urteil hätte es nicht geben dürfen.
Die verhängte lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der
besonderen Schwere der Schuld sind der vorläufige juristische
Schlussstrich unter ein bestialisches Verbrechen. Doch anders als in
anderen Prozessen dieser Art bleibt in diesem Fall eine tiefe Leere
zurück. Eltern, aber auch Richter, Rechtsvertreter und neutrale
Beobachter haben keine Antwort auf das Warum erhalten. Warum ein bis
dato unbescholtener Familienvater einen Zehnjährigen entführt,
missbraucht und ermordet. Der Täter hat immer neue Geschichten
erzählt. Lügengebilde, die das Leid der Eltern noch weiter verstärkt
haben dürften. Dass der Anwalt des Verbrechers jetzt in die Revision
geht, ist rein rechtlich legitim. Doch eine »tief verwurzelte Reue«
seines Mandanten dafür anzuführen, ist schlichtweg eine Frechheit.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 29. Sep 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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