Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Untersuchungsausschuss Lügde





Es ist ein Riesenaufwand, den sich NRW mit dem
Untersuchungsausschuss Lügde leistet, aber vor allem SPD und Grüne
wollten ihn unbedingt, und das ist ja auch ihr gutes Recht. Dass am
Ende überraschende Erkenntnisse stehen werden, ist allerdings nicht
zu erwarten. Denn NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat jede
Polizeipanne, die bekannt wurde, benannt, und auch der SPD-Landrat
des Kreises Hameln-Pyrmont hat sein Jugendamt gezwungen, alles auf
den Tisch zu legen. Es könnte allerdings passieren, dass SPD und
Grüne feststellen müssen, dass ein Teil der Versäumnisse auch auf
ihre Politik zurückzuführen sind. Denn sie haben in NRW die Polizei
kaputtgespart – personell, materiell. Wenn der Ausschuss zu etwas
führen soll, dann muss es vor allem um den besseren Umgang mit
Kindern gehen. Nie wieder darf ein Kind in so unvorstellbaren
Verhältnissen untergebracht werden wie im Fall Lügde. Der Ausschuss
wird klären müssen, ob das Jugendamt Lippe weiter mit dem Finger auf
die Kollegen in Hameln-Pyrmont zeigen darf, oder doch viel eher hätte
eingreifen müssen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 16. Aug 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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