Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kampfhund Chico





Fast 290.000 Menschen haben die Online-Petition
»Lasst Chico leben!« unterschrieben. Als sei er ein politischer
Gefangener, der befreit werden müsste. Doch ein Tier ist ein Tier und
es bleibt ein Tier! Es hat nicht dieselben Rechte wie ein Mensch.
Dass »Chico«, der Anfang April seine 52 Jahre alte, im Rollstuhl
sitzende Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn angegriffen und
tödlich verletzt hatte, gestern eingeschläfert wurde, ist die
richtige Entscheidung. Zwar kann »Chico« nichts dafür, dass er zu
Menschen kam, die nicht mit Hunden umgehen konnten. Aber der
Staffordshire-Terrier-Mischling galt als unberechenbar – und das
schon seit sieben Jahren. Es wäre sehr schwer gewesen, ihn zu
resozialisieren. Und er wäre weiterhin eine Gefahr für andere
Menschen gewesen. Schon seit der kleine Volkan vor 18 Jahren in
Hamburg von zwei freilaufenden Kampfhunden auf einem Schulhof zu Tode
gebissen wurde, wird über ein Verbot von Kampfhunden diskutiert. Doch
ein Verbot ist keine Lösung. Denn die Gefährlichkeit eines Hundes
hängt nicht von der Rasse ab. Aber was wir in Deutschland dringend
brauchen, ist ein verbindlicher Hundeführerschein.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 16. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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