Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hochzeitskorsos in Bielefeld





Der Mann, der mit einem Hochzeitskorso eine
Verkehrsader Bielefelds lahmlegt, muss möglicherweise nur 15 Euro
zahlen – und damit genauso viel wie andere Falschparker. Das ist mit
gesundem Menschenverstand nicht nachzuvollziehen. Denn diese Aktion
hätte lebensgefährlich enden können. Und die Polizei ist in dem
Bielefelder Fall offenbar machtlos, da sich kein Opfer oder
Geschädigter gemeldet hat. Es ist gut, dass NRW-Innenminister Herbert
Reul das Thema angeht, mit härteren Strafen droht und eine
Informationskampagne gestartet hat. Allein 104 Einsätze wegen
Hochzeitskorsos in NRW nur im April sprechen Bände. Reul hat Recht
damit, dass Innenstädte keine Festsäle sein dürfen und sich jeder an
die Regeln halten muss. Es bleibt zu hoffen, dass der vom Minister
initiierte Aktionsplan jetzt auch Wirkung erzielt. Mit den
ausufernden Hochzeitskorsos bringen die Veranstalter nicht nur sich
selbst, sondern auch andere Menschen in Gefahr. Ein Verwarngeld wie
im Bielefelder Fall in Höhe von 15 Euro ist alles andere als eine
Abschreckung – im Gegenteil.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 12. Jul 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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