Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Dopingtests





Wer weiß schon, wo genau er in drei Monaten zu
einer bestimmten Zeit sein wird? Hochleistungssportler müssen es
wissen – und öffentlich machen. Verstößt das gegen die
Menschenrechte? Der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte in
Straßburg sagt: Nein!

Anti-Doping-Systeme sind nicht perfekt, sie sind umstritten. Vor
allem bei Sportlern. Den einen sind sie zu lax, den anderen zu
streng. Ein System, auf das sich alle einigen können und das vor den
Augen aller Bestand hat, wird es nicht geben.

Einig ist man sich bei Sportlern, Funktionären und Politikern nur
darin: Unangekündigt, unregelmäßig und im Training müssen die Tests
erfolgen – nur dann bieten sie den Hauch einer Chance, ein bisschen
Gerechtigkeit nach Jahrzehnten der Ungerechtigkeit zu erreichen.

Die Sportler und Verbände, die geklagt haben und deren Unwohlsein
durchaus nachvollziehbar ist, sollten über zwei Fragen nachdenken:
Wie kann der Sport wieder dopingfreier werden – und wer ist schuld,
dass es zu solch gravierenden Einschränkungen der persönlichen
Freiheit gekommen ist?

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 18. Jan 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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