Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Boris Palmer





Dass sich Alexander Gauland – Stichwort
Boateng – melden würde, um Boris Palmer für dessen Kritik an der
Bahn-Werbekampagne zu danken, war leicht vorauszusehen. In der
Definition von deutsch sind sich Populismus rechts und
Populismus grün einig: Ein Mann dunkler Hautfarbe – wie kann
der für die Deutsche Bahn werben? Nun, er kann. Ebenso wie
eine Tochter türkischer Eltern und ein ehemaliger
finnisch-deutscher Weltmeister. Sie alle sind Deutsche, schon weil
sie den deutschen Pass besitzen. Fernsehkoch Nelson Müller,
Moderatorin Nazan Eckes, Rennfahrer Nico Rosberg – sie alle sind
Sympathieträger und mit ihrem öffentlichen Auftreten ausgewiesene
Integrationsförderer, ja Vorbilder. Wenn die Bahn solche Menschen in
den Mittelpunkt ihrer Werbung stellt, ist das gut in einer
Zeit, in der Ausgrenzung und Hetze, längst nicht mehr nur im
Internet, die Spaltung der Gesellschaft betreiben. Dass der Grüne
Boris Palmer sich zum Stichwort- und Alibigeber dieser Leute
macht, ist eine Schande. Er ist kein Vorbild. Sein »ich wurde
falsch verstanden« hilft nicht mehr.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 24. Apr 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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