Weser-Kurier: Zur Krise des Bremer Kunstmuseums Weserburg schreibt Hendrik Werner:





Zunächst die Frohbotschaft: Die Weserburg, Bremens
finanziell marodes Museum für moderne Kunst, dürfte zwar an
Ausstellungsfläche einbüßen, dafür aber ihren Namen behalten. Nicht
auszudenken, wenn die Standortempfehlung, die der Kunsthistoriker und
Kurator Helmut Friedel am Dienstag ausgesprochen hat, das Haus auf
einer Kulturmeile nahe der Kunsthalle vorgesehen hätte. Das Museum
wäre dann wohl notgedrungen in Wallburg umbenannt worden. Friedels
Gutachten aber, über das kommende Woche die Kulturdeputation berät,
siedelt die Zukunft der Weserburg weiter am Teerhof an. Freilich
unter prägnanten Auflagen: eine Quasi-Halbierung des
Ausstellungsareals von 4800 auf rund 2200 Quadratmeter sowie ein
modifiziertes Konzept, das eine Konzentration auf Kunst des 21.
Jahrhunderts bedeuten würde. Zwingende Prämisse für diesen durchaus
gangbar anmutenden Weg, der Sparzwängen und dem Diktat der
Machbarkeit folgt, aber auch den Willen zu einer vollumfänglichen
ästhetischen Neuerfindung voraussetzt: ein architektonischer Entwurf,
der insofern einer Quadratur des Kreises gleichkommt, als er zugleich
eine Senkung der Betriebskosten und einen spektakulären Neuauftritt
im alten Gebäude ermöglichen muss. Sanierung also. Auf dass das Haus
endlich auch finanziell gesunde.

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Weser-Kurier
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veröffentlicht von am 7. Apr 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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