Weser-Kurier: Kommentar von Uwe Dammann zur Weserburg-Debatte





Es war fast zu erwarten: Vor der Wahl am 10. Mai
werden in Bremen keine heißen Eisen mehr angefasst. Da scheinen sich
alle Fraktionen einig zu sein. Jedenfalls drängt sich dieser Eindruck
nach der Sitzung der Kulturdeputation auf. Nach der hitzigen Debatte
um die Zukunft des Museums mit Plagiatsanschuldigungen und
Rücktrittsforderungen in der vorigen Woche wehte hier nur noch ein
Lüftchen an Schuldvorwürfen. Stattdessen herrschte die (weitgehende)
Einigkeit der Demokraten, dem Museum Weserburg eine Perspektive
bieten zu wollen. Wie konkret die allerdings aussehen soll, steht
längst nicht fest. Lediglich der Standort am Teerhof scheint
gesichert. Immerhin, zumal sich auch der Kultursenator jetzt für
diesen Standort ausgesprochen hat. Wobei auch hier wieder der
Finanzierungsvorbehalt greifen könnte. Was ist, wenn eine Sanierung
des Gebäudes angesichts der gestiegenen allgemeinen Baukosten nun bei
vier Millionen Euro liegen würde, anstatt der bisher kalkulierten 3,1
Millionen Euro? Muss dann alles neu gerechnet und geplant werden?
Wichtig ist, dass zeitnah eine Entscheidung mit einem Umbaukonzept
fällt, sonst sind die finanziellen Reserven des Museums bald am Ende,
und über die Zukunft der Weserburg muss aus diesem Grund nicht länger
in der Stadt diskutiert werden.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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veröffentlicht von am 14. Apr 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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