WAZ: Wie verrückt ist das? Kommentar von Petra Koruhn





Wenn wir den Experten glauben können, dürfen wir im
Ruhrgebiet in diesem Jahr noch zum Zahnarzt gehen. Man schlägt uns
nicht die Türe vor der Nase zu, auch dann nicht, wenn wir nur zur
Prophylaxe oder zum Check kommen. Wir haben zu danken. Hallo, wie
verrückt ist das denn?

So verrückt es ist, so sehr ist es woanders vielleicht bald
Normalität: In anderen Bundesländern will man die Patienten nach
Hause schicken. Das Budget ist überschritten! Der Doc müsste die
Behandlung aus eigener Tasche bezahlen! Wer will das schon. Dass die
Menschen das nicht verstehen, liegt auch auf der Hand. Sie kennen
ihren Zahnarzt und wissen, was der für Autos fährt.

Doch blühende Praxen haben ja meist nur die, die viele
Privatpatienten behandeln. Diese Patienten „sponsern“ nicht selten
die Kassenpatienten. Und Ärzte, die ihr Budget überziehen, werden
oft mit drastischen Geldstrafen belegt.

Wie verrückt die Welt schon ist, zeigt sich hier: Es gibt längst
Ärzte anderer Fachrichtungen, die ihre Praxen monatelang dicht
machen, weil sie nicht umsonst arbeiten wollen. Nicht moralisch, aber
ökonomisch sei das, sagen sie. Wer diesen Unfug beenden will, muss
für eine vernünftige Vergütung sorgen. Die Budgetierung ist das
Gegenteil.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 2. Nov 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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