WAZ: Vorbeugung ist gefragt
– Kommentar von Birgitta Stauber-Klein





Nun, da die Epidemie abklingt, wird offensichtlich,
wie gefährlich der Ehec-Erreger tatsächlich ist. Die Todesrate ist
vergleichsweise hoch, die Spätfolgen der häufig auftretenden
HUS-Variante sind immens. 100 Ehec-Opfern bleibt nur noch die
Hoffnung auf eine Nierentransplantation, wenn sie nicht lebenslang an
der Dialyse hängen wollen. Angesichts des häufig dramatischen
Krankheitsverlaufs müssen die Verantwortlichen alles daran setzten,
weitere Epidemien zu verhindern – schließlich erwarten Experten, dass
auch in Zukunft der Erreger grassiert. Es gibt noch viel zu tun. Im
föderalen Deutschland ist es nicht einfach, Zuständigkeiten zu
bündeln. Obendrein, vermuten einige Experten, fördert der großzügige
Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung in in Kliniken
Resistenzen; Ehec und andere Keime sind kaum noch mit Medikamenten zu
behandeln. Immerhin ist ein Gesetz in Arbeit, das strikte
Hygieneregeln nach niederländischem Vorbild festschreibt. Noch aber
sterben jährlich 15 .000 Menschen an Krankenhauskeimen.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass es bei der Ehec-Epidemie
Deutschland getroffen hat.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 13. Jun 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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