WAZ: Kampf der Giganten – Kommentar von Andreas Böhme





Der Internet-Gigant Google will einen neuen Dienst
anbieten: Google+. Einen Dienst, mit dem man Kontakte zu Freunden
pflegen, Fotos ins Netz stellen oder Videokonferenzen abhalten kann.
Nichts anderes also, als ein soziales Netzwerk. Aber nach ersten
Eindrücken eines mit elegantem Design und besserer
Privatsphären-Kontrolle als die Mitbewerber. Und mobil so gut nutzbar
wie noch nie. Das ist eine Kampfansage an Facebook. Doch sie kommt
fast schon zu spät. Denn die Macht der einst unangefochtenen
Internet-Suchmaschine schwindet. Weil die mittlerweile rund 700
Millionen Facebook-Nutzer sich die Frage nach dem richtigen Wein zum
Fisch oder der Qualität eines neuen Films immer öfter von ihren
Freunden im Netzwerk beantworten lassen, statt von Google. Das hört
sich harmlos an, ist es aber nicht. Denn es geht um die
grundsätzliche Frage, wie sich mehr als zwei Milliarden
Internet-Nutzer weltweit künftig durch die virtuelle, aber auch reale
Welt bewegen. Auf Empfehlungen von Menschen oder nach den Ergebnissen
einer Maschine. Google oder Facebook. Für beide ist selbst das
ansonsten grenzenlose Netz zu klein.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 29. Jun 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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