WAZ: Freigegeben ab 18 – Kommentar von Frank Preuß





Noch sind es wohl eher Ausnahmen, wenn Jugendliche
beim Schönheitschirurgen auftauchen, sich schmalere Nasen, vollere
Lippen, größere Brüste wünschen. Vor allem in Deutschland. Und
verantwortungsbewusste Ärzte schicken die 16-, 17-Jährigen nach einer
kurzen Beratung nach Hause. Sofern es sich nicht um medizinische
Notwendigkeiten handelt. Dass der Gesetzgeber mit Verboten reagieren
will, bevor es doch noch zum Trend wird, weil das Schönermachen auf
den ersten Blick so einfach aussieht, ist richtig: Teenager können
die Folgen eines operativen Eingriffs nicht abschätzen und lassen
sich von vermeintlichen Idealbildern, die ihnen vor allem in der
Werbung und im Fernsehen vorgegaukelt werden, zu gefährlichen
Dummheiten hinreißen. Und Eltern sind zuweilen überfordert, wenn der
Nachwuchs drängt, geben ihre Einverständniserklärungen ab. Um des
lieben Friedens willen. Selbst Tätowierungen sind erst ab 18 erlaubt,
ganz egal, was die Erziehungsberechtigten dazu sagen. Warum sollte
man bei weitaus gefährlicheren Veränderungen am Körper großzügiger
sein?

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 12. Apr 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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