WAZ: Einfach mal in die Augen blicken – Kommentar von Birgitta Stauber-Klein





Wer ein Smartphone besitzt, hat immer etwas zu tun.
Dabei spielt es keine Rolle, ob fünf Minuten an der Bushaltestelle zu
überbrücken sind oder die stundenlange Zugfahrt. Das ist praktisch,
denn wer ein Smartphone besitzt, ist nicht allein. Die virtuellen
Freunde sind immer dabei, schwätzen, kommentieren und nörgeln
gleichfalls ungeniert. Mithilfe des Smartphones kann man sich
verabreden. Ins Restaurant, an den Badesee, ins Kino oder ins
Konzert. Das Smartphone als Begleiter kann lautlos sein, doch es ist
niemals stumm. Es mischt sich ein, wenn im Zwiegespräch eine
peinliche Stille entsteht. Es erlöst von der Pflicht, dem Gegenüber
in die Augen blicken zu müssen. Es rettet vor der Langeweile in der
Wagner-Oper. Wer nun ein Störgefühl hat – ist gut erzogen. Die
Kommunikation mit dem Smartphone funktioniert nur, wenn sie nicht
eine andere Kommunikation unterbricht. Was bedeutet: Googeln,
chatten, twittern während eines echten Gesprächs, im Restaurant oder
Konzert – das ist einfach respektloses, schlechtes Benehmen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 27. Jun 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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