WAZ: Das Fernsehen der Zukunft
– Kommentar von Andreas Böhme





Es wird nicht morgen passieren, vielleicht auch
nicht übermorgen. Aber in fünf, spätestens zehn Jahren wird es das
Fernsehen, wie wir es heute kennen, nicht mehr geben. Denn der
Youtube-Vorstoß, eigene Filme und Serien zu produzieren, zeigt, wohin
der Weg führt. Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind,
wollen sich nicht mehr vorschreiben lassen, wann und wo sie etwas im
TV ansehen. Schon jetzt ist die Technik nicht mehr das Problem, es
sind die Sender. Nur langsam erfüllen sie die Bedürfnisse der
jüngeren Zuschauer, wachen eifersüchtig über ihre Lizenzen und
Rechte. Natürlich haben die Sender viel Geld in ihre Programme
investiert und brauchen – sofern sie nicht öffentlich-rechtlich sind
– die Einnahmen aus der Werbung. Aber solche Argumente ziehen nicht
im Internet, wie das Beispiel Musikindustrie eindrucksvoll gezeigt
hat. Die verteufelte jahrelang alle illegalen Angebote, statt legale
Alternativen zu bieten. Und beim Fernsehen wird es noch schlimmer
werden. Denn hier sind neue Spieler im Boot. Google, Amazon oder
Apple heißen sie und haben unvorstellbar viel Geld, mit dem sie
eigene Angebote machen können. Es mag nicht jedem gefallen, aber der
gemeinsame Fernsehabend dürfte bald nur noch Erinnerung sein. Und der
Sendebeginn für das Abendprogramm um 20.15 Uhr Vergangenheit.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 10. Apr 2011. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de