WAZ: Bolzplatz soll Weltkulturerbe werden





Die Bolzplatzkultur des Ruhrgebiets soll
immaterielles Weltkulturerbe werden. Das berichtet die in Essen
erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Samstagsausgabe).
Der Vorschlag kommt vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Ein
entsprechender Antrag wurde beim Ministerium für Kultur und
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt. Schirmherr und
Weltmeister Mesut Özil hatte seine Karriere einst selbst in einem
sogenannten Affenkäfig in seinem Geburtsort Gelsenkirchen begründet:
„Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder und Jugendliche auf
unseren Bolzplätzen lernen, fair und unvoreingenommen miteinander
umzugehen. Der Bolzplatzkick ist frei von Zwängen, jeder Spieler wird
integriert und ist willkommen.“

Museumsdirektor Manuel Neukirchner zur WAZ: „Der Bolzplatz ist ein
prägender Sozialisationsraum, eine kleine Lebensschule. Wir wollen
auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung aufmerksam machen.“
Eine Entscheidung über die Aufnahme trifft in diesem Frühjahr eine
unabhängige Fachjury. Das immaterielle Kulturerbe umfasst nach
Definition der UNESCO-Konvention gesellschaftliche Bräuche sowie
kulturelle und soziale Praktiken. Zum bundesweiten Verzeichnis
gehören derzeit 68 Kulturformen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 23. Feb 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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