VPRT-Forderungen nach Werbe-Kahlschlag im ARD-Hörfunk führt zu Marktmonopol der Privaten (FOTO)





Die Arbeitsgemeinschaft der ARD-Werbegesellschaften weist die
heute vom VPRT, Verband Privater Rundfunk und Telemedien, im Rahmen
seiner Mitgliederversammlung erhobenen Forderungen nach einem
weitgehenden Werbeverbot im ARD-Hörfunk entschieden zurück. “Auf der
einen Seite die völlige Deregulierung für die privaten
Rundfunkanbieter zu fordern und wenige Sätze weiter den ARD-Hörfunk
massivsten Vermarktungseinschränkungen unterwerfen wollen – das passt
schlecht zusammen”, erklärt Bernhard Cromm, Vorsitzender der
ARD-Werbung. Auch dann nicht, wenn man die im Bereich der
Werbezeitenvermarktung klar als Sonderfall positionierte
Vierländeranstalt NDR als –Modell– einzupreisen versucht.” Die
Minimalkonstruktion der 60 Minuten im NDR wurde in den achtziger
Jahren gegen massiven Widerstand der Verleger eingeführt, mit dem
Ergebnis, dass man den regionalen mittelständischen Unternehmen in
der NDR Media-Vermarktungsregion der Länder Niedersachen,
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg weitgehend die
Möglichkeit entzogen hat, im öffentlich-rechtlichen Hörfunk zu
werben. “Diesen ordnungspolitischen Eingriff in die Werbefreiheit vom
VPRT als nationales Vorbild in eine durchschaubare medienpolitische
Debatte einzuführen und sich dabei gleichzeitig als
Lordsiegelbewahrer der freien Märkte zu feiern, ist so heuchlerisch
wie absurd.”

Dass der VPRT im Radiowerbemarkt von Wettbewerbsverzerrungen
spreche, so Cromm, offenbare eine artistische Logik im
Marktverständnis. Sei es doch gerade die Realisierung des geforderten
Werbekahlschlags im ARD-Hörfunk, die auf Vermarkterseite ein
Quasi-Monopol der RMS zur Folge haben werde. Mit allen weitreichenden
Folgen für den Markt und die intermediale Position von Radio im
Wettbewerb. Cromm: “Nachdem sich EU und die Bundesregierung jahrelang
für eine Öffnung regulierter Märkte einsetzen, wäre die verordnete
Monopolisierung einer Wirtschaftsgattung ein beispielloser Akt in der
deutschen Wirtschaft”. Vor einem solchen Bedrohungsszenario hat
bereits die OWM (Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband)
im Interesse der Wirtschaft wiederholt gewarnt.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Haltung der
österreichischen Bundesregierung, die dem ORF in der Vermarktung
seiner Inhalte im der Online-Abrufplattform TVthek deutlich mehr
Spielräume einräumt als dies hierzulande der Fall ist. “Ein weniger
dogmatischer Blick auf die Refinanzierungs-Ressourcen des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks täte auch der aktuellen Diskussion
hierzulande gut.

Pressekontakt:
ARD-Werbung / Norbert Rüdell
Bertramstraße 8 / D-Bau │ 60320 Frankfurt
Tel +49/69/15424-218
Fax +49/69/15424-7218
presse@ard-werbung.de
Leitung Unternehmenskommunikation & Medienpolitik
Pressestelle

veröffentlicht von am 22. Nov 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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