Verlage planen strukturelle Veränderungen in ihrer Organisation / BDZV und Unternehmensberatung SCHICKLER präsentieren Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“





Die deutschen Zeitungsverlage wollen ihre
Organisationsstrukturen neu ausrichten. Für fast drei Viertel der
Unternehmen (69 Prozent) wird dies ein bestimmendes Thema im
laufenden Jahr. Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse der
repräsentativen Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“, die der
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 1. Februar 2018 in
Berlin gemeinsam mit der Unternehmensberatung SCHICKLER vorgestellt
hat. Die Studie identifizierte drei TOP-Trends:

1. Organisation der Zukunft: Verlage verändern ihre Strukturen
anhand klar ausgerichteter Organisationsparadigmen.
2. Paid Content 2.0: Die Bezahlangebote werden weiter optimiert.
3. 360°-Vermarktung: Die Verlage werden zum Komplett-Dienstleister
für die B2B-Zielgruppe.

„Nach Jahren der Diversifikation in neue Geschäftsfelder widmen
die Zeitungshäuser sich nun den eigenen Strukturen und hier
insbesondere der Integration von Print und Digital. Das gilt für
Redaktion, Lesermarkt und Werbemarkt gleichermaßen“, sagte
BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Dabei arbeite die
überwiegende Mehrheit der Unternehmen mit integrierten Modellen, nur
wenige Verlage setzten auf eine Trennung der Bereiche Print und
Digital. Auffällig sei ferner, dass je etwa ein Drittel der befragen
Unternehmen angebe, „digitale Spezialisten“ in der Redaktion und für
den Werbemarkt zu beschäftigen.

Als eine Kernaufgabe hätten, erläuterte der
BDZV-Hauptgeschäftsführer weiter, die Verlage in diesem Zusammenhang
ihr Innovationsmanagement bezeichnet: „Für den Großteil ist das
Chefsache. 75 Prozent siedeln das Management von Strategien und
Innovationen als Stabsaufgabe bei der Geschäftsführung an.“ 44
Prozent bewerteten Kooperationen mit Startups als wichtiges Thema; 55
Prozent gaben an, verstärkt auf Diversity-Management zu setzen; und
94 Prozent der Befragten sähen auf dem Arbeitsmarkt eine große
Herausforderung beim „Kampf um Talente“ – insbesondere für die
digitalen Tätigkeiten.

Alexander Kahlmann, Partner bei der Unternehmensberatung
SCHICKLER, führte aus, dass die Verlage die Entwicklung des
Werbemarkts 2018 positiver als im zurückliegenden Jahr einschätzten.
Dies liege auch in der wachsenden Bedeutung des B2B-Marketings
begründet. „Die Verlage entwickeln sich zum 360-Grad-Vermarkter für
Kommunikations- und Marketingleistungen.“ Als erfreulich bewertete
Kahlmann das „optimistische Herangehen der Verleger und
Geschäftsführer an Paid-Content“. Auch wenn Erlöse aus Bezahlmodellen
die Rückgänge in Print bisher nicht kompensieren könnten, „glauben
die Verlage klar an Paid-Content und optimieren ihre Angebote“. Eine
weitere Erkenntnis Kahlmanns: „Mit der 360-Grad-Vermarktung im
B2B-Bereich entstehen neue Herausforderungen. Mit einer höheren
Vielfalt an Angeboten entwickelt sich eine höhere Komplexität in der
Organisation, den Prozessen und der Analyse des Marktes.“ An der
Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“ haben 94 Verleger und
Geschäftsführer teilgenommen. Sie repräsentieren nach Verlagen mehr
als ein Drittel der Branche (38 Prozent), nach Auflage über die
Hälfte (54 Prozent).

Charts mit allen Ergebnissen sowie Bilder von der heutigen
Pressekonferenz können Sie unter www.bdzv.de herunterladen.

Pressekontakt:
BDZV:
Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de

SCHICKLER:
Lea Lilith Urbanczyk
Telefon: 040/37665038
E-Mail: presse@schickler.de

Original-Content von: BDZV – Bundesverb. Dt. Zeitungsverleger, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 1. Feb 2018. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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