Unternehmerin Marie-Christine Ostermann in der stern-DISKUTHEK: „Frauenquote hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun“





Brauchen wir eine gesetzliche Frauenquote? Und
haben Männer und Frauen in Deutschland die gleichen Chancen? Darüber
diskutieren in der DISKUTHEK, dem Debattenformat des stern auf
Youtube, die Bundessprecherin der Grünen Jugend Ricarda Lang und
Unternehmerin und FDP-Mitglied Marie-Christine Ostermann. Für
Ostermann ist klar, dass die Frauenquote „nichts mit
Gleichberechtigung zu tun hat“, sondern Frauen vielmehr zu
„Quotenfrauen“ degradiert.

Auch 2019 geben Männer in der Wirtschaft immer noch den Ton an.
Nur rund acht Prozent der Vorstandsposten in den 200 umsatzstärksten
Unternehmen sind mit einer Frau besetzt. Sollte man dieses
Missverhältnis ändern? Und wenn ja, wie kann man das Problem lösen?
Für Ricarda Lang, Jura-Studentin und Bundessprecherin der Grünen
Jugend, liegt die Antwort in einer verbindlichen Frauenquote für
Unternehmen. „Warme Worte, freiwillige Selbstverpflichtungen – die
reichen nicht mehr. Sondern man muss tatsächlich mit politischen
Forderungen und auch mit rechtlichen Regelungen arbeiten“, so Lang in
der DISKUTHEK. Für sie führt eine verbindliche Frauenquote in
Unternehmen nicht dazu, dass Frauen abgewertet werden, sondern
„gleichberechtigt teilhaben können“. Die vom Gesetzgeber
vorgeschriebene Frauenquote für Aufsichtsräte habe gezeigt, dass eine
Quotenregelung funktioniert.

Unternehmerin und Fielmann-Aufsichtsrätin Marie-Christine
Ostermann sieht das ganz anders. In der Diskussion gingen die
Meinungen der beiden Frauen weit auseinander. Für Ostermann ist die
Frauenquote vor allem ein Instrument, das sowohl Frauen wie Männer
diskriminiert. „Es ist diskriminierend nicht nur der Frau gegenüber,
weil sie so abgewertet wird, sondern auch den Männern gegenüber. Weil
die eventuell den Job dann eben auch nicht bekommen, sondern die Frau
bevorzugt wird“, argumentiert die Unternehmerin in der DISKUTHEK. Von
Gleichberechtigung könne also keine Rede sein: „Frauenquote hat ja
mit Gleichberechtigung nichts zu tun, weil man echt immer wieder als
Quotenfrau auch degradiert und abgestempelt wird. Das ist einfach
keine Gleichberechtigung.“

Konsens herrscht bei den Gästen zumindest darüber, dass
Deutschland mehr Frauen in Führungspositionen braucht. Nur die
Mittel, um das zu erreichen, unterscheiden sich. Ostermann plädiert
für eine Veränderung der Strukturen und mehr „weibliche Vorbilder,
die motivieren, den gleichen Weg einzuschlagen“. Lang ist der
Meinung, dass Vorbilder alleine nicht ausreichen. Sie sieht auch
Notwendigkeit darin, Strukturen zu verändern. Genau das tue eine
gesetzliche Frauenquote. In ihrer eigenen Partei habe das in den
letzten Jahren sehr gut funktioniert.

Die ganze DISKUTHEK-Folge sehen Sie am Donnerstag, 10. Oktober, ab
17 Uhr auf www.stern.de/diskuthek oder www.youtube.com/stern.

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Telefon: 040 – 3703 2468, E-Mail: gruengreiff.sabine@guj.de

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veröffentlicht von am 10. Okt 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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