Ukraine hilft Russland, seine Gaszufuhrverpflichtungen gegenüber der EU zu erfüllen





Auf Anfrage von Gazprom erhöhte die Ukraine ihre tägliche
Transitkapazität von russischem Erdgas in die EU um 17,3 Millionen
Kubikmeter bzw. um circa 7 Prozent, berichtete der staatliche
Betreiber von Erdgasleitungen und Gasdepots, Ukrtransgas. Der Antrag
wurde in Verbindung mit vorübergehenden Reparaturen der russischen
Gaspipelines North Stream gestellt. Experten vertreten die Ansicht,
dass dies die Bedeutung des ukrainischen Gastransportsystems (GTS)
für Russland bestärkt.

Die Kapazität des ukrainischen Gastransportsystems beträgt 110
Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Im Vergleich zum ukrainischen GTS
beträgt die Kapazität der russischen Alternative, der North Stream
(NS) Pipeline, bis zu 30 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Bisher wurde
die NS-Pipeline bei einer Kapazität von 30 Prozent betrieben und
transportierte somit 27 Millionen Kubikmeter pro Tag, was einer
Gesamtsumme von weniger als 10 Milliarden Kubikmeter pro Jahr
entspricht.

Russland nahm die North-Stream-Pipeline am 8. November 2011 in
Betrieb und transportierte in circa fünf Monaten lediglich 3
Milliarden Kubikmeter Gas, bevor die Pipeline für eine geplante
zweiwöchige Reparatur und Wartung geschlossen wurde. Gazprom
informierte seine europäischen Partner über die Notwendigkeit dieses
Stillstands zur Einstellung des Kontrollsystems, das in der Zukunft
beide Zweige der Gaspipeline vereinen soll.

Das ukrainische GTS bleibt somit weiterhin ein wichtiger
Bestandteil des europäischen Energieversorgungssystems, so Serhiy
Diachenko, führender Energieexperte der ukrainischen
Expertenkommission des Razumkov Center.

Anfänglich behaupteten Gazprom und russische Regierungsvertreter
mehrfach, dass die Einführung alternativer Gaspipelines zu den
bestehenden ukrainischen Pipelines, insbesondere die Pipelines North
Stream und South Stream, der Abhängigkeit Russlands vom ukrainischen
GTS ein Ende setzen würde.

Bis vor kurzem transportierte Russland bis zu 80 Prozent seines
Erdgases für europäische Verbraucher durch die Ukraine. 2011 erklärte
die Ukraine die Absicht, aufgrund der enorm hohen Preise weniger
russisches Gas zu importieren. Dies veranlasste Russland zur
Erforschung von alternativen Gastransportmöglichkeiten und zur
Reduzierung des Gastransports durch die Ukraine.

Seit Ende März 2012 verringerte Russland das Volumen der
Gastransporte durch die Ukraine um 50 Prozent, berichtete der
ukrainische nationale Öl- und Gasriese Naftogaz. Ursache hierfür
könnte das sinkende Interesse seitens europäischer Verbraucher an
russischem Gas sein, deren Nachfrage im März allein um 23 Prozent
abfiel, berichteten ukrainische Funktionsträger.

Pressekontakt:
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Maria Ivanova,
+380443324784, news@wnu-ukraine.com, Projektmanagerin bei Worldwide
News
Ukraine.

veröffentlicht von am 20. Apr 2012. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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