Ukraine gedenkt der Opfer der vom Menschen verursachten Hungersnot der 1930er Jahre





Dieses Jahr jährt sich die vom Menschen verursachte Hungersnot in
der Ukraine, Holodomor, zum 80. Mal. Damals, vor mehr als einem
Dreivierteljahrhundert, starben Millionen Ukrainer an Hunger. Der
Erinnerungstag, der dieses Wochenende begangen wurde, umfasste
zahlreiche Veranstaltungen: offene Vorlesungen, Ausstellungen,
offizielle Zeremonien und Theatervorstellungen rund um das Geschehen.

Am Samstag, den 23. November, versammelten sich tausende Menschen
auf den Hauptplätzen ihrer Städte in der ganzen Ukraine, um in
Erinnerung an die Opfer der Hungersnot zahllose Kerzen anzuzünden.
Ukrainische Fernsehsender zeigten Sondersendungen, die die Zuschauer
über die Geschichte des Landes, die Hungersnot sowie ihre
historischen und kulturellen Folgen aufklären sollten.

“Sicherheit, Freiheit und Wohlergehen eines Menschen müssen stets
im Mittelpunkt der staatlichen Politik stehen”, sagte der Präsidenten
der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, während der Gedenkzeremonie für die
Holodomor-Opfer. “Der Humanismus als Merkmal einer gesunden und
reifen Gesellschaft muss zur Grundlage unseres Landes werden. Ich bin
sicher, dass wir es nicht zulassen werden, dass sich eine solche
Tragödie in der Ukraine wiederholt”, betonte er. Er erwähnte auch,
dass es das Ziel der Nation sei, die Erinnerung an alles zu bewahren,
was jemals auf ukrainischem Boden geschah, sowohl Heroisches als auch
Tragisches. “Eine gemeinsame Erinnerung und Geschichte müssen uns
einen und stärker machen. Dies ist das Fundament unserer Zukunft”,
unterstrich der ukrainische Präsident.

Holodomor ereignete sich 1932-1933 und forderte Millionen Opfer.
Sowjetische Behörden sollen damals die Getreideernte und andere
Nahrungsmittel von der Landbevölkerung konfisziert haben, was zu
Lebensmittelknappheit, Hunger und schliesslich dem Tod von etwa vier
Millionen Menschen führte; dies besagen Daten des Harvard Ukrainian
Research Institute. Es ist eine historische Tatsache, dass es den
hungrigen Bauern verboten wurde, umzusiedeln; darüber hinaus wandten
die Behörden Repressalien ihnen gegenüber an.

2003 wandte sich das ukrainische Parlament mit einer Erklärung an
die Ukrainer, die Holodomor als Genozid (die absichtliche,
organisierte Tötung einer Gruppe von Menschen) anerkannte. Bislang
haben über 20 Länder, darunter Kanada, Polen und die USA, Holodomor
als Genozid anerkannt.

Laut der offiziellen Website des Europaparlaments bewertete dieses
2008 die künstlich erzeugte Hungersnot in der Ukraine als “ein
schreckliches Verbrechen an der Bevölkerung der Ukraine und an der
Menschlichkeit”. Das EP verurteilte “diese Handlungen, die sich gegen
die ukrainische Bauernschaft richteten und durch Massenvernichtung
und die Verletzung von Menschenrechten und Freiheit gekennzeichnet
waren”, auf das Schärfste.

Pressekontakt:
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Maria
Ivanova, +380443324784, news@wnu-ukraine.com, Projektleiterin bei
Worldwide
News Ukraine.

veröffentlicht von am 26. Nov 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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