„ttt – titel thesen temperamente“ (rbb) am Sonntag, 15. April 2018, um 23:05 Uhr





Die geplanten Themen:

„Such dir einen schönen Stern am Himmel“ Die ALS-Kranke Nina
Zacher schrieb ein bewegendes Buch über ihren Abschied aus dem Leben
ALS ist eine der letzten tödlichen Krankheiten, gegen die die Medizin
vollkommen machtlos ist – die Diagnose bedeutet den sicheren und
schnellen Tod. Nina Zacher war erst 40 als sie durch ALS aus einem
erfüllten Alltag als Ehefrau und Mutter von vier Kindern gerissen
wurde. Sie starb im Mai 2016. Für die letzten Monate ihres Lebens
stellt sich Zacher eine Aufgabe: Zusammen mit ihrem Mann und der
Ghostwriterin Dorothea Seitz verfasste sie ein Buch, das den
Untertitel „Geschichte eines Abschieds“ trägt. Darin erzählt sie, was
es bedeutet, zu wissen, dass man dieses Leben verlassen muss. Und
zugleich ist Nina Zachers Buch auch ein Versuch, Aufmerksamkeit für
eine Krankheit zu wecken, die auf dem Vormarsch ist, die Zahlen von
Neuerkrankungen steigen sprunghaft an. Schon kurz nach der Diagnose
begann Nina Zacher ihre Krankheit öffentlich zu machen. Zehntausende
folgten ihr bei Facebook. Dokumentiert wird ein Kampf, den die
Betroffenen nur verlieren können. Dennoch, so die Botschaft des
Buchs, kann der Tod auch eine Art Geschenk sein: Erst im Angesichts
des Endes verstehen wir das Leben. Autor: Andreas Lueg

Die 700 Umzugskartons der Leni Riefenstahl Erstmals wird jetzt der
Nachlass der umstrittenen Künstlerin der Öffentlichkeit gezeigt. Vor
16 Jahren, 2002, wurde Leni Riefenstahl 100 Jahre alt – da gab es
noch mal ein großes weltweites Interesse an der umstrittenen
Künstlerin. Ein Jahr später, 2003, starb Riefenstahl. Danach wurde es
still um den –Mythos Riefenstahl–. Aber als Ende 2017 bekannt wurde,
dass der gesamte Nachlass Riefenstahls an die Stiftung Preußischer
Kulturbesitz als Schenkung geht, da brach das weltweite Interesse
erneut auf. Seitdem stapeln sich die Anfragen aus aller Welt, einen
Blick in das riesige Archiv der Regisseurin und Fotografin werfen zu
dürfen. 700 Umzugskartons wurden von Bayern nach Berlin gebracht. Die
Sichtung und Auswertung dieses Jahrhundert-Nachlasses ist eine
Aufgabe von Jahren. „ttt“, durfte jetzt exklusiv einen ersten Blick
werfen. Autor: Ulf Kalkreuth

„Zusammen Leben – meine Rezepte gegen Kriminalität und Terror“ Der
–beste Bürgermeister der Welt– aus einer belgischen Kleinstadt hat
ein Buch geschrieben Seit 2004 kürt die „City Mayers Foundation“ mit
Sitz in London alle zwei Jahre den „Besten Bürgermeister der Welt“.
2016 wurde Bart Somers mit diesem Preis geehrt für seine
herausragenden Verdienste um die Integration in seiner Stadt. Somers
ist Bürgermeister von Mechelen, einer Stadt mit 80.000 Einwohnern in
Belgien – die Hälfte davon Zuwanderer aus 130 verschiedenen Nationen.
Bis 2001 war Mechelen ein düsterer Ort mit Dauerkriminialität und
Perspektivlosigkeit – ähnlich wie Molenbeek, eine halbe Autostunde
entfernt von Mechelen, wo die Attentäter von Paris herkamen. Als
Somers 2001 zum ersten Mal Bürgermeister von Mechelen wurde, begann
er mit völlig neuen Rezepten, den Ort zu verändern. In seinem Buch
erzählt er von dem langen Weg, den er seitdem zusammen mit seinen
Bürgern gegangen ist. Wir er aus Zuwanderern gleichwertige Bewohner
der Stadt machte. Seine Geschichte klingt beim ersten Eindruck wie
ein Märchen, aber die Realität sah und sieht anders aus – es ist
tägliche, harte Arbeit, den Schmelztiegel der Kulturen, Religionen
und Nationen, der in Mechelen existiert, zusammenzuhalten. Aber, es
kann funktionieren. „ttt“, hat Somers in Mechelen besucht und ihn
durch seine Stadt begleitet. Autor: Norbert Kron

Charly Hübner

Einer der wenigen deutschen Schauspieler, der alles und jeden
spielen kann. Sein Kommissar Alexander Buckow ist längst zur
Kultfigur geworden. Als er 2012 für eine „Polizeiruf 110“-Folge am
Rostocker Hafen drehte, lernte er zufällig die Mecklenburger Punkband
„Feine Sahne Fischfilet“ kennen. Fasziniert von ihrem Frontman Jan
Gorkow, genannt „Monchi“ und dessen Biografie, entschloss er sich
einen Dokumentarfilm über ihn zu machen. Denn so eine Figur hat er
noch nicht auf der Leinwand gesehen. Charly Hübner begleitet die Band
auf ihrer Anti-Rechts-Tour durch Mecklenburg. Charly Hübner ist
selbst in Mecklenburg aufgewachsen, als Jugendlicher floh er vor der
Neonazi-Szene seiner Heimat – Monchi ist geblieben. Der Film „Wildes
Herz“ erzählt von diesem Bleiben. Für Charly Hübner ist es ein
Heimatfilm. „ttt“ traf Charly Hübner am Hamburger Schauspielhaus, wo
er derzeit u.a. in der Castorf-Inszenierung „Der haarige Affe“ zu
sehen ist. Autor: Lutz Pehnert

Moderation: Max Moor

Redaktion: Christine Thalmann, Ulf Kalkreuth (rbb)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 13. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen, Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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