„ttt – titel thesen temperamente“ (MDR) am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 23:05 Uhr





Die geplanten Themen:

Kunstmuseum Moritzburg Halle: Schau zum hundertsten Todestag von
Gustav Klimt Gustav Klimt 100. Todestag am 6. Februar wird in
Deutschland nur in Halle an der Saale mit einer Ausstellung begangen
(Start 14. Oktober). Das dortige Landesmuseum Moritzburg besitzt mit
dem Porträt –Marie Henneberg– eines der überhaupt nur vier
Klimt-Bilder in Deutschland. Um dieses Bild herum hat das Museum mit
etlichen exklusiven Leihgaben eine kleine und feine
Jubiläumsausstellung eingerichtet. Zum einen wird mit Vorstudien die
Entstehung einiger der Frauenporträts des –Frauenhelden– Klimt
beleuchtet und sein Weg hin zur exzessiven Moderne seiner Spätwerke
skizziert. Was macht diesen Gustav Klimt aus – und so populär? Zum
anderen gehören der Mäzen Hugo Henneberg und das Haus Henneberg als
Künstlerort zur Geschichte. Bei den Hennebergs trafen sich die
Künstler der Neuen Secession und der „Wiener Werkstätte“ – in diesem
Milieu wuchs zum Beispiel die spätere Alma Mahler auf. Hugo Henneberg
wird überdies selbst als Künstler vorgestellt. Der Chemiker und
Unternehmer war als innovativer Fotograf anerkannt und hat zusammen
mit Klimt in der Wiener Secession ausgestellt. So verknüpft gleichsam
das Hallenser Porträt, das ehemals in der großen Wohnhalle in der
Villa Henneberg stand, mehrere Stränge im Leben des Gustav Klimt und
der Wiener Moderne. Autor: Meinhard Michael

Mit Chinas Sozialkreditsystem auf dem Weg in die totale
Überwachung Wer lästert über die Partei in den sozialen Netzwerken?
Wer fährt bei Rot über die Ampel? Wer sammelt keinen Hundekot ein?
Wer wirft seinen Müll auf die Straße? Die chinesische Regierung will
Antworten auf diese Fragen und baut derzeit ein System auf, das das
Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Das
sogenannte „Sozialkreditsystem“ soll möglichst alles erfassen:
Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Partei-Treue und soziales
Verhalten. Gleichzeitig werden immer mehr Kameras im öffentlichen
Raum mit sogenannter Gesichtserkennungssoftware ausgestattet, die
jeden Schritt der Bürger registrieren. Werden die so erfassten Daten
erst zusammengeführt, beginnt das Zeitalter des gläsernen Menschen.
Kai Strittmatter beschreibt in seinem Buch „Die Neuerfindung der
Diktatur“ wie China den digitalen Überwachungsstaat aufbaut und was
diese Entwicklung für uns bedeutet. Autorin: Helga Othenin-Girard

„Being Mario Götze“ – Was es heißt, Mario Götze zu sein Als Mario
Götze mit 17 Jahren zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel
eingewechselt wird, läuft nach Ansicht der Fachleute ein
„Jahrhunderttalent“ auf den Platz. Vier Jahre später passiert, was
man als größtmöglichen Glücksfall in einer Fußballerkarriere
bezeichnen kann: Mario Götze schießt das entscheidende Tor und
Deutschland wird Weltmeister. Das Götze-Trikot wird das
meistverkaufte in Deutschland, die Nation hat sich diesen Jungen
einverleibt und erwartet von ihm fortan Superlative – auf dem Platz,
vor Fernsehkameras, im Urlaub, bei der Wahl seiner Freundin. Als
Götzes Karriere einen Knick bekommt, bricht ebenso unverhältnismäßig
die Kritik über ihn herein und der Fußballer wird von jenem Sockel
gestürzt, auf den man ihn gesetzt hatte – bis hin zum Ausschluss an
der WM 2018. Was macht das mit einem Menschen? Wie schafft man es,
daran nicht zu zerbrechen? Sieben Monate hat der Regisseur und
Grimme-Preisträger Aljoscha Pause Mario Götze begleitet. Entstanden
ist daraus ein sehr beeindruckender Dokumentarfilm. „Being Mario
Götze“ feiert am 7. Oktober seine Weltpremiere. Autorin: Anett
Friedrich

„Wer wir sind“ – ein Buch über die Erfahrung, ostdeutsch zu sein
Warum sind Pegida und AfD in Ostdeutschland so stark? Es liegt nicht
an der DDR-Erziehung, sondern an den demütigenden
Nach-Wende-Erlebnissen, die die Menschen in den neuen Bundesländern
gemacht haben – das ist jedenfalls die Ausgangsthese, mit der der
Soziologe Wolfgang Engler und die Journalistin Jana Hensel in ihrem
Gesprächsbuch „Wer wir sind“ die „Erfahrung, ostdeutsch zu sein“
einzukreisen versuchen. So geschockt sie vom rechtsnationalen
Charakter der Demonstrationen in Dresden und Chemnitz sind – so sehr
verstehen sie den Revolte- und Protestgeist, der die Menschen auf die
Straße bringt. Sind Pegida und AfD also sogar Emanzipationsbewegungen
der Ostdeutschen? Autor/in: Jens-Uwe Korsowsky / Norbert Kron

Moderation: Max Moor

Redaktion: Jens-Uwe Korsowsky (MDR)

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 5. Okt 2018. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen, Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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