„ttt – titel thesen temperamente“ (BR) am Sonntag, 6. Juli 2014, um 23.00 Uhr





Die geplanten Themen:

Der Verfassungsschutz als Verfassungsgefahr So könnte man das
Fazit des neuen Buches des prominenten Ex-„Spiegel“-Chefs und
jetzigem Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“ Stefan Aust und
seines Ko-Autors Dirk Laabs zuspitzen. „Heimatschutz“ heißt das
800-Seiten Werk über die verdächtigen Merkwürdigkeiten bei den
Ermittlungen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Wie
konnten die NSU Mitglieder zehn Menschen umbringen und rund ein
Dutzend Banken überfallen – und dies unter den Augen des
Verfassungsschutzes? Oder waren womöglich viel mehr Täter im Spiel,
als uns weis gemacht werden soll? Ungereimtheiten, Schlampereien,
Versäumnisse wo man hinschaut. „Heimatschutz“ stellt dazu spannende
Fragen zuhauf und versucht sie mit akribischer Recherche zu
beantworten – die Dokumentation eines Staatsversagens.

Angela Merkel wird 60.

Merkels Raute, Merkels Unentschlossenheit, Merkels Vorsicht,
Merkels politische Anpassungsfähigkeit, Merkels Machtwille, Merkels
Richtlinienkompetenz-Verzicht – das alles kennen wir. Aber warum ist
die leidenschaftslose Pfarrerstochter aus Templin überhaupt in die
Politik gegangen? Und wieso hat es diese maximal uncharismatische
Physikerin so weit nach oben geschafft? Und die Frage aller Fragen:
gibt es diese Angela Merkel als Persönlichkeit überhaupt und wenn ja,
wer ist sie eigentlich? Am 17.Juli. feiert die erste Bundeskanzlerin
ihren sechzigsten Geburtstag – eine Diagnose.

Das Holocaust Mahnmal bröckelt

Der Beton sollte ewig halten, Architekt Peter Eisenman begeisterte
sich für „den besten Beton, den ich je in Berlin gesehen habe“. Das
mag zwar kein Kunststück sein, aber etwas länger als ein paar
Jährchen hätte man dem Bauwerk schon zugetraut. Doch der größte Teil
der Stelen des Berliner Holocaust Mahnmals ist schon marode: Sprünge
und Risse werden stetig größer und immer mehr. Und das schon 9 Jahre
nach Fertigstellung. Aus dem Mahnmal wird eine gefährliche Baustelle
– woran liegt das? Am Betonverflüssiger von Degussa wird es ja wohl
nicht liegen. Dieser Lieferant hätte das ganze Mahnmal-Projekt schon
zu Beginn beinah zum Scheitern gebracht, als den Beteiligten klar
wurde, dass die Firma Degesch, eine Tochter des
Holocaust-Mahnmal-Betonverflüssiger-Lieferanten Degussa, das in den
Vernichtungslagern der Nazis zum Holocaust eingesetzte Gift Zyklon B
geliefert hat. Also: das Mahnmal bröckelt, was soll nun geschehen?
Ist es womöglich gar nicht so schlecht für die Erinnerungskultur,
wenn das Mahnmal bröckelt? Und was haben die eigentlich Betroffenen,
die Menschen jüdischen Glaubens nämlich, alle gegen das Mahnmal?
Fragen über Fragen – „ttt“ klärt auf!

„2001 Odyssee im Weltraum“ Es ist der wahrscheinlich beste Film
der Filmgeschichte. Unfassbare Bilder und eine genialische Erzählung
über vier Millionen Jahre der Menschheitsgeschichte – das Meisterwerk
von Stanley Kubrick. Aber wie kam es zu diesen unglaublichen Bildern,
lange vor dem Weltraumteleskop Hubble und noch vor der ersten
Mondlandung? Die Herstellung von „2001“ ist eine ganz eigene Odyssee
voller Abenteuer und kreativen Herausforderungen. Zum fünfzigsten
Jahrestag des Drehbeginns zu „2001 Odyssee im Weltraum“ sprechen wir
exklusiv mit Christiane Kubrick über die Entstehungsgeschichte dieses
Meisterwerks.

Cai Guo-Qiang

„Zu schön, um wahr zu sein“ nennt das Kunstmagazin art die
Installationen des chinesischen Kunst-Super-Stars Cai Guo-Qiang. Er
ist für seine spektakulären Tierinstallationen bekannt, z.B. wenn 99
wilde Tiere scheinbar friedlich aus einer Quelle trinken. Aber: der
schöne Schein ist bei Cai Guo-Qiang trügerisch, was aussehen mag, wie
ein Denkmal für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ist in
Wirklichkeit ein postapokalyptisches Szenario. Vier seiner
einzigartigen Tierinstallationen sind gerade in Brisbane zu sehen und
sie sind wirklich atemberaubend.

Helmut Dietl

Seine Sätze sind in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen: „A
bissal was geht immer“ oder „Schau wie ich schau“ aus dem „Monaco
Franze“ oder „Ois Chicago“ und das typische „ja logisch“ aus
„Münchner Geschichten“. „Kir Royal“ gilt bis heute als beste deutsche
Fernsehserie überhaupt. Seine Kinofilme gehören zum Herausragendsten,
das der deutsche Film in den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat:
„Schtonk“, „Rossini“, „Vom Suchen und Finden der Liebe“. Es war ein
Schock, als Helmut Dietl vor einem halben Jahr seine Krebsdiagnose
öffentlich gemacht hat. Am 22. Juni ist der große Regisseur Helmut
Dietl 70 geworden. Aus verständlichen Gründen etwas verspätet hat er
uns ein exklusives Fernsehinterview gegeben. Eine Hommage.

Moderation: Moderation: Max Moor

Redaktion: Franz Xaver Karl

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876,
E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

veröffentlicht von am 3. Jul 2014. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen, Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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