SWR-Rundfunkrat genehmigt Haushalt 2011
Boudgoust: SWR hat erstmals weniger Geld als im Vorjahr zur Verfügung





Stuttgart. Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks
(SWR) hat in seiner heutigen Sitzung (Freitag, 3. Dezember 2010) in
Stuttgart den Haushaltsplan 2011 genehmigt. Zuvor hatten bereits die
Mitglieder der beiden Landesrundfunkräte über den Haushaltsplan
beraten. Der Verwaltungsrat hat den Haushaltsplan am 19. November
2010 beraten und festgelegt. SWR-Intendant Peter Boudgoust erläuterte
dem Gremium, dass der SWR mit dem Etat 2011 eine reale Schrumpfung
verzeichne. Boudgoust: “Der SWR wird im nächsten Jahr das erste Mal
in seiner Geschichte deutlich weniger Geld als im Vorjahr zur
Verfügung haben. Wir müssen einerseits die fehlenden Einnahmen aus
dem Rückgang der Rundfunkgebühren kompensieren und andererseits aus
den vorhandenen Etats finanzielle Ressourcen zum Einsatz in den
strategischen Programmprojekten herauslösen. Das ist nicht einfach,
aber machbar. Wir können und werden die Qualität unseres Programms
auch mit weniger Geld halten.” Die Besonderheit des Haushalts 2011
sei, dass bei allen Sparmaßnahmen die SWR-Programmetats geschont
würden. Dies sei geglückt durch eine Reduzierung der Ausgaben in den
übergeordneten Etats bei Verwaltung, Technik und bei der Intendanz.
Im Gegenzug dazu verbleibe in den Programmbereichen mehr Spielraum,
um sich jünger, moderner und multimedialer zu präsentieren.

SWR-Verwaltungsdirektor Viktor von Oertzen betonte, dass der
drastische Rückgang der Gebührenerträge ein Umdenken erfordere. Von
Oertzen: “Mit dem Haushaltsplan 2011 wird eine neue Ära des
Wirtschaftens im SWR eingeläutet. Mit pauschalen Einsparungen nach
dem Rasenmäher-Prinzip kommen wir nicht länger hin. Jetzt müssen wir
strategisch sparen und Prioritäten setzen.”

Die Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2011 sehen wie
folgt aus: Die Summe der Erträge für das Jahr 2011 ist mit 1,14
Milliarden Euro geplant. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr
einer Verringerung von 14,4 Millionen Euro. Die Summe der
Aufwendungen ist für das Jahr 2011 mit 1,13 Milliarden Euro
angesetzt. Damit verringern sich die Aufwendungen im Vergleich zum
Vorjahr um 12,9 Millionen Euro. Die Summe der Nettobudgetansätze, die
den Direktionen direkt zugewiesen werden, betrage rund 406,2
Millionen Euro. Das entspreche im Vergleich zum Vorjahr per Saldo
einer Reduktion von 29,5 Millionen Euro.

Der Vorsitzende des SWR-Rundfunkrates Harald Augter: “Mit dem
Sparhaushalt 2011 steht der SWR am Anfang eines langfristigen
Umbauprozesses. Immer knapper werdenden Ressourcen steht ein ständig
wachsender Innovationsbedarf gegenüber. Das veränderte
Medienverhalten und die dynamische Entwicklung der Telemedien
erfordern gerade vom öffentlich rechtlichen Rundfunk eine Erneuerung
seiner Programmangebote. Der vom Intendanten eingeleitete Weg des
strategischen Sparens wird vom Rundfunkrat mitgetragen. Wir sehen
darin eine Chance, mit weniger Geld die Programmqualität zu bewahren
und Neues zu entwickeln.”

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Ulrich Müller: “Nach Ansicht
des Verwaltungsrates ist der Haushalt 2011 ein weiterer Schritt auf
dem immer notwendiger werdenden Sparkurs. Dabei geht es um
strukturelles Sparen statt pauschalen Kürzungen. Das heißt:
Innovationen müssen möglich bleiben, Qualität ist wichtiger als
Quantität, arbeitsteilige Kooperationen im SWR und in der ARD
gewinnen an Gewicht, und Kosten müssen überall reduziert werden.”

Pressekontakt:
Pressekontakt: Wolfgang Utz, Tel.: 07221/929-2785, E-Mail:
wolfgang.utz@SWR.de

veröffentlicht von am 3. Dez 2010. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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