SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von 12.04.18 (Woche 15) bis 25.05.18 (Woche 21)





Donnerstag, 12. April 2018 (Woche
15)/11.04.2018

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

Das letzte große Interview – Marie Bäumer spielt Romy Schneider in
Emily Atefs Drama „3 Tage in Quiberon“

Es ist soweit! Das Stadtpalais-Museum für Stuttgart eröffnet am
14. April. „Kunscht!“ hat sich schon vorher umgeschaut: Denis Scheck
im Gespräch mit Gründungsdirektor Torben Giese.

Ein sinnliches Tanzfest voll archaischer Wucht – „Carmina Burana“
– die weltberühmte Komposition von Carl Orff als Ballett am Badischen
Staatstheater Karlsruhe.

Jetzt und später – Die Künstlerin Birgit Brenner inszeniert das
Leben als Online-Spiel, in ihren Arbeiten geht es um Leben und Tod –
jetzt in der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Freitag, 13. April 2018 (Woche 15)/11.04.2018

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Arm in
Deutschland

Deutschland geht es gut, starke Wirtschaft, technischer
Fortschritt und die Zahl der Arbeitslosen auf einem Rekordtief. Und
doch gibt es eine dramatische Schere zwischen Reich und Arm in
unserem Land. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung ist von Armut
betroffen. Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland leben von
Hartz IV. Jeder sechste Deutsche gilt als armutsgefährdet. Auf Urlaub
verzichten, nach Sonderangeboten Ausschau halten und hoffen, dass das
Geld für die nächste Mietzahlung ausreicht – trauriger Alltag für
zahlreiche Menschen. Die Armut in Deutschland hat viele Gesichter.
Wer beispielsweise durch Krankheit oder Unfall früh aus dem
Arbeitsleben ausscheidet, ist schnell abgehängt – gesellschaftlich
und finanziell. Aber selbst Familien mit Durchschnittseinkommen sind
immer häufiger verzweifelt auf Wohnungssuche. Denn der Wohnraum ist
knapp und die Mietpreise explodieren. Besonders betroffen sind
Alleinerziehende. In Deutschland leben etwa 1,6 Millionen
alleinerziehende Mütter und Väter. Etwa ein Drittel von ihnen ist von
Armut bedroht. So reicht für Alleinerziehende oft ein Job nicht zum
Leben aus. Viele von ihnen sind Multijobber, sitzen vormittags an der
Supermarktkasse, gehen abends putzen – und müssen gleichzeitig ihre
Kinder versorgen. Insgesamt gelten in Deutschland mehr als drei
Millionen Kinder und Jugendliche als arm. Ins Kino gehen oder ein Eis
essen – für viele Kinder Luxus. Und neben der Kinderarmut macht vor
allem die Altersarmut betroffen: Vielen Menschen, die ihr Leben lang
gearbeitet haben, reicht die Altersversorgung nicht zum Überleben.
Die Zahl der Rentner, die auf die Unterstützung der Tafel angewiesen
sind, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Wie sieht
ein Leben an der Armutsgrenze in Deutschland aus? Wie lässt sich
dieser unhaltbare Zustand verändern? Und welche Antworten hat die
Politik?

Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

Alexandra Bohlig hatte als Alleinerziehende nie viel Geld zur
Verfügung, arbeitete aber voller Stolz als Erzieherin, auch um ihren
vier Kindern ein Vorbild zu sein. Bis sie vor einigen Jahren durch
eine Krebsdiagnose berufsunfähig wurde. Alexandra Bohlig rutschte in
Hartz IV und lebt inzwischen von der Erwerbsminderungsrente. „Ich
habe versucht zu arbeiten, ich habe versucht nicht so leben zu
müssen. Jetzt kann ich es leider nicht ändern.“

„Ich finde es schon ein bisschen ungerecht, dass meine Eltern so
wenig verdienen, obwohl sie beide arbeiten gehen“, beklagt der
15-jährige Tiago Möhring. Das Gehalt der Eltern reicht der
fünfköpfigen Familie für Miete, Kleidung und Medikamente – für mehr
aber auch nicht. Einfach mal ins Kino gehen oder mit Freunden einen
Döner essen – das ist Luxus für den Schüler.

Wenig Geld zur Verfügung hat auch Rentnerin Renate Paulat. Obwohl
sie ein ganzes Leben lang gearbeitet hat, bleiben ihr nur etwa 350
Euro monatlich zum Leben. Um besser über die Runden zu kommen,
verkaufte sie ihren Schmuck und zog in eine kleinere Wohnung. „Das
ist eigentlich nicht der Sinn des Lebens, dass man alles veräußert,
um leben zu können.“

Auch der 49-jährige Ralph Rassbach hat sein bisheriges Leben
gearbeitet und gehört nun zu den Armen in Deutschland. Eine
betriebsbedingte Kündigung zog ihm den Boden unter den Füßen weg.
Seit vier Jahren ist er nun auf Hartz IV angewiesen, seine
zahlreichen Bewerbungen blieben bisher erfolglos. Rassbach sagt:
„Harte Arbeit und auch Verzicht üben, das ist etwas, was ich durchaus
kann. Aber spätestens nach der 250. Bewerbung ist man innerlich
ausgeblutet.“

„Es geht darum, dass die ständige Knappheit Menschen unter einen
ganz negativen Druck setzt, weil sie ständig Angst haben.“ Das sagt
Prof. Dr. Stefan Sell. Der renommierte Armutsforscher diagnostiziert
eine zunehmende Armut im wohlhabenden Deutschland und plädiert dafür,
das Thema endlich ernst zu nehmen und eine Sensibilität für die
Betroffenen zu entwickeln.

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker steht fest, dass
der deutsche Arbeitsmarkt stark genug ist, um alle Arbeitslosen
aufzunehmen und somit niemand arm sein müsste. Ältere Menschen
sollten gegebenenfalls länger arbeiten und Langzeitarbeitslose
müssten dringend in Lohn und Brot gebracht werden, auch um ihren
Kindern ein Vorbild zu sein. „Hartz IV ist eine temporäre Hilfe, die
so berechnet ist, dass es zum Leben reicht. Für mehr aber nicht.“

Montag, 16. April 2018 (Woche 16)/11.04.2018

Beitrag für BW und RP ist neuer Tagestipp!

Tagestipp

18.15 BW+RP: MENSCH LEUTE Die Anwältin der Toten Mit einer
Erbenermittlerin auf Spurensuche

Montag, 16. April 2018 (Woche 16)/11.04.2018

Geänderten Programmablauf beachten!

20.15 (VPS 20.14) Zaun an Zaun Spielfilm Deutschland 2017
Erstsendung: 19.05.2017 in Das Erste Autor: Mike Viebrock und Enno
Reese Rollen und Darsteller: Kenan Ataman____Adnan Maral Lissi
Weidinger____Esther Schweins Can Ataman____Aram Arami Aysel
Ataman____Gizem Emre Sofie Weidinger____Jeanne Goursaud Wolfgang
Weidinger____Richy Müller Bea Esswein____Juliane Köhler
Bankdirektor Schneider____Stefan Wilkening Sekretärin
Christina____Franziska Maral Gül Özbek____Berivan Kaya Bauarbeiter
Günter____Konstantin Moreth Brandmeister Franz____Jochen Strodthoff
und andere Kamera: Jochen Stäblein Musik: Markus Lehmann-Horn

Kenan (Adnan Maral) und Lissi (Esther Schweins) leben Zaun an Zaun
in einem Münchner Doppelhaus – und doch in verschiedenen Welten. Er
ist ein ordnungsliebender Kleinbürger, der kein Staubkorn in seinem
Haus duldet und sich akribisch der Rosenzucht im Garten widmet. Kein
Wunder, dass sie, eine Bestsellerautorin und Lebenskünstlerin, mit
dem Spießer von nebenan herzlich wenig anfangen kann. Es gibt nur
eine Sache, die beide verbindet: Lissi ist die Vermieterin von Kenans
Doppelhaushälfte. Als ihr die Bank wegen ausstehender Ratenzahlungen
mit der Zwangsversteigerung droht, betrifft das natürlich auch ihn.
Umziehen möchte der Witwer auf keinen Fall. Also muss er Lissi bei
ihren Problemen helfen und sie nach einem Wohnungsbrand sogar bei
sich aufnehmen. Kenan, von Beruf Bauleiter, sieht nur eine Lösung für
das gemeinsame Problem: Lissi muss so schnell wie möglich den letzten
Teil ihrer Liebesroman-Trilogie abliefern. Sie leidet jedoch unter
einer Schreibblockade, dem Ergebnis der Trennung von ihrem untreuen
Exmann und Verleger Wolfgang (Richy Müller). Ihm nun ein Happy End in
Buchform zu liefern – daran möchte Lissi nicht einmal denken.
Ausgerechnet durch Kenan, den seine erwachsenen Kinder Aysel (Gizem
Emre) und Can (Aram Arami) mit einer türkischen Frau verkuppeln
wollen, kommt nun Bewegung in Lissis versteinerte Gefühlswelt. Das
gefällt ihrer Tochter Sofie (Jeanne Goursaud) ebenso wenig wie Kenans
Sohn. Sie wollen dafür sorgen, dass aus der Zweckgemeinschaft nicht
mehr wird.

(bis 21.45 – weiter wie mitgeteilt)

Montag, 23. April 2018 (Woche 17)/11.04.2018

Beitrag wird mit Videotext-Untertitel ausgestrahlt!

06.30 Essgeschichten (WH von SO) Junges und altes Gemüse
Erstsendung: 18.10.2012 in SWR RP

Sonntag, 06. Mai 2018 (Woche 19)/11.04.2018

10.45 Zum 200. Geburtstag von Karl Marx (5.5.) Marx und seine
Erben Erstsendung: 30.04.2018 in Das Erste

Am 5. Mai 2018 würde der Philosoph Karl Marx 200 Jahre alt – ein
Denker, an dem sich bis heute die Geister scheiden. Marx selbst
formulierte den Anspruch, „die Welt zu verändern“ – er konnte nicht
ahnen, in welchem Ausmaß das für sein Werk zutreffen würde, wenn auch
erst nach seinem Tode. Wie auch immer man zu Marx und seinen Theorien
stehen mag: Unstrittig ist, dass kaum etwas die Geschichte des 20.
Jahrhunderts so sehr beeinflusst hat wie das Werk des Mannes aus
Trier.

Die Dokumentation von Peter Dörfler unternimmt eine Reise durch
diese unglaubliche Wirkungsgeschichte. In den zurückliegenden 100
Jahren haben weltweit dramatische Gesellschaftsumwälzungen im Namen
der Theorien von Karl Marx stattgefunden, in der Sowjetunion, in
China und Kuba, in der DDR. In Westeuropa ließen sich die
Studentenbewegung von 1968 und die Eurokommunisten in Frankreich und
Italien von Marx inspirieren. Und in jüngster Zeit, in Zeiten der
Globalisierung und der Kritik daran, erlebt Karl Marx eine
Renaissance. Ob Attac-Aktivisten oder Kritiker der Investmentbanken –
sie alle finden wesentliche Argumente in den Marx–schen Theorien.
Aber wie unter allen Erben gibt es auch unter Marxisten bis heute
erbitterten Streit darüber, wer eigentlich das Erbe wirklich
fortführt.

Die Dokumentation führt an Lebensstationen von Karl Marx wie
Trier, Paris oder London und unternimmt eine Reise an Orte, wo Marx
lebendig war oder noch ist. Zu Wort kommen Politiker wie Sahra
Wagenknecht (Die Linke), Pierre Laurent (PCF) und Janis Varoufakis,
Historiker wie Stephen Smith und Christina Morina, der Publizist
Mathias Grefrath, der ehemalige 68er Aktivist Peter Schneider, der
ehemalige Londoner Investmentbanker und Kolumnist „City Boy“ Geraint
Anderson, Zhang Shuangli, der Macher der chinesischen Fernseh-Shows
über Marx und der Künstler Wu Weishan, der in Peking die meterhohe
Marx-Statue als Geschenk an die Stadt Trier erschafft.

Freitag, 18. Mai 2018 (Woche 20)/11.04.2018

Tagestipp

21.00 DorfLeben! – Drei aus Großbundenbach

Witze über Großbundenbach sind wahrscheinlich vor allem in
Kleinbundenbach beliebt. Es gibt nämlich beide Orte in der
Südwestpfalz und blöderweise ist Großbundenbach der kleinere von
beiden. Dafür führt man einen silbernen Panther im Wappen und das
Osterlamm! Was es damit auf sich hat und warum sich das
370-Seelendorf mit Walnüssen schmückt, zeigt die Sendung
„DorfLeben!“, in der SWR Reihe über das Leben auf dem Land im 21.
Jahrhundert. Drei Großbundenbacher aus drei Generationen erzählen von
ihrem Leben in diesem Ort, der schon bei „Unser Dorf hat Zukunft“
prämiert wurde und dessen Wurzeln bis ins zwölfte Jahrhundert
zurückgehen.

Freitag, 25. Mai 2018 (Woche 21)/11.04.2018

21.00 DorfLeben! – Drei aus Meerfeld

Wie kommt man auf die Idee, ausgerechnet in einem Vulkankrater ein
Dorf zu bauen? In Meerfeld leben, nach den letzten Schätzungen, noch
346 Menschen. Dem aktiven Vulkanismus in der Eifel sind sie um einige
Jahrtausende entkommen. Stattdessen tummeln sie sich in einem Krater,
der zum Teil aus dem Meerfelder Maar, einem Vulkansee, und ansonsten
zu über 60 Prozent aus Wald besteht. Klingt eigentlich ganz
idyllisch. Ob das wirklich so ist und ob noch jemand in Meerfeld
weiß, warum das Dorf auf dem Vulkan tanzt, zeigt die Sendung
„DorfLeben!“, die SWR-Reportage, die mit Hilfe von drei Dorfbewohnern
aus drei Generationen versucht, herauszufinden, wie man lebt auf dem
Land, hier im Südwesten, im 21. Jahrhundert.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 11. Apr 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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