SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von 08.03.18 (Woche 10) bis 19.03.18 (Woche 12)





Donnerstag, 08. März 2018 (Woche
10)/07.03.2018

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten Moderation: Denis Scheck

Malen wie Paul Klee? Die App „ConstructKlee“ macht ihr Smartphone
mit Hilfe diverser „Klee-Filter“ zur digitalen Leinwand.

Im Rausch der Macht – mit seinem Film „Der Hauptmann“ wirft der
Stuttgarter Regisseur Robert Schwentke einen Blick in menschliche
Abgründe.

Kieselsteine, Baumrinden, Pflanzenstängel – Kunst trifft Natur –
„Formen der Natur“ – im Museum Villa Rot.

Zwischen Jazz, Pop und Soul – die Musikerin Rieke Katz aus
Karlsruhe und ihre neue CD „That–s me!“.

Er fängt Blitze, sprengt Granitsteine und peitscht den Strand von
Ipanema aus – der Künstler Julius von Bismarck.

Freitag, 09. März 2018 (Woche 10)/07.03.2018

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Zwischen zwei
Welten

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“, so formulierte es
schon Goethe. Und nicht wenige Menschen fühlen sich in ihrem Leben
hin- und hergerissen. Sich zwischen zwei Welten zu bewegen, kann
aufregend und erfüllend sein, es kann aber auch aufreiben und
innerlich zerreißen.

Ein Doppelleben oder gar ein Leben als Spion – in unserer
Vorstellung ist das vor allem abenteuerlich und reizvoll. Aber welche
Bürde ist es auch, gleichzeitig zwei Identitäten zu leben, ständig in
der Angst, das doppelte Spiel wird aufgedeckt? Zwischen zwei Welten
bewegen sich aber auch Menschen, die sich für die Liebe auf ein
Abenteuer einlassen. Eine Paarbeziehung zwischen zwei Kulturen bietet
viel Raum für Missverständnisse, Hürden und Sehnsucht, aber auch eine
enorme Möglichkeit, miteinander zu wachsen. Oft geht es einfach
darum, eine zweite Seite auszuleben – eine andere Facette der eigenen
Persönlichkeit oder eine Leidenschaft, die im Alltag keinen Platz
hat. Lassen sich die beiden Welten nicht miteinander verbinden, so
suchen viele Zeit und Raum, wo diese zweite Seite stattfinden kann.
Sei es der Geschäftsmann, der am Wochenende in die Ritterrüstung
schlüpft, oder die Kassiererin, die nachts als Stripperin Männern den
Kopf verdreht.

Aber in einigen Fällen bedeutet ein Leben zwischen zwei Welten
auch eine extreme innere Zerrissenheit. So für Menschen, die
intersexuell sind. Weder eindeutig männlich noch weiblich, befinden
sie sich zwischen den Geschlechtern. Eine Leerstelle, für die unsere
Gesellschaft nur schwerlich Worte findet und die deshalb noch immer
ein Tabuthema ist. Eine Last für die Betroffenen, über die häufig aus
Unwissenheit im Kindesalter einfach entschieden wird, welchem
Geschlecht sie angehören. Wer sich nirgendwo zugehörig fühlen kann,
der hadert mit der eigenen Identität und kann an dieser Zerrissenheit
verzweifeln.

„Zwischen zwei Welten“ ist das Thema im Nachtcafé. Die Gäste bei
Michael Steinbrecher:

Christiane Wirtz war die Tochter von Mick Jagger, die Nichte von
John F. Kennedy und die Cousine von Benjamin Netanjahu – zumindest in
ihrer eigenen Welt. Denn die Krankheit Schizophrenie ließ sie
jahrelang ihre Fantasiewelt für die Realität halten. „Irgendetwas in
mir hat zwar gemerkt, dass etwas nicht gut läuft, aber ich wollte
nicht an meinem eigenen Verstand zweifeln.“ Nur durch eine
Zwangseinweisung schaffte sie schließlich den Ausweg aus ihrer
Parallelwelt.

Fast zwei Jahrzehnte lang lebte Jack Barsky als deutscher
KGB-Spion ein Doppelleben in den USA. Im Kalten Krieg stand er nicht
nur zwischen zwei politischen Systemen, sondern auch zwischen zwei
Identitäten – und zwischen zwei Familien. Erst viele Jahre nach
Beendigung seiner Geheimdiensttätigkeit flog seine zweite Identität
auf: „Da sind die Mauern dieses Palastes, den ich mir gebaut habe und
in dem ich der eigene König war, zusammengebrochen.“

„Dass mit mir irgendetwas nicht stimmt, habe ich von Stunde null
an bemerkt“, sagt Lynn D. Doch erst mit 20 Jahren gab es dafür die
Erklärung: Lynn ist intersexuell. Geboren mit männlichen und
weiblichen Geschlechtsmerkmalen, aber bereits in früher Kindheit
operativ zum Mädchen gemacht. Eine fatale Entscheidung, denn Lynn
fühlte sich fortan zerrissen. Heute fühlt Lynn sich angekommen, doch
in der Gesellschaft bleibt Intersexualität eine Leerstelle.

Ihre Kindheit endete für Cennet Krischak von einem Tag auf den
anderen. Denn mit nur 13 Jahren wurde das lebensfrohe Mädchen
zwangsverheiratet. Was folgte, waren Jahre des Leidens, der
Unterdrückung und Isolation. Das Leben und die Welt, wie sie sie sich
wünschte, schien unerreichbar. Schließlich war ihr klar, dass sie
eine schwerwiegende Entscheidung treffen musste: „Wenn ich bleibe,
gehe ich daran kaputt. Wenn ich mich trenne, werde ich ausgestoßen.“

Der Psychotherapeut Dr. Christian Peter Dogs sagt: „Wir alle
tanzen jeden Tag zwischen verschiedenen Welten.“ Alle Menschen leben
in ihrem Alltag unterschiedliche Identitäten, und alle zusammen
bilden unsere Persönlichkeit. Doch der Experte weiß auch, dass dabei
die Gefahr besteht, sein eigentliches Ich zu verlieren. Schafft man
es nicht, die unterschiedlichen Welten zu vereinen, drohen
ernstzunehmende gesundheitliche Probleme.

Dienstag, 13. März 2018 (Woche 11)/07.03.2018

Erstsendedatum für BW und RP bitte streichen!

18.15 BW+RP: natürlich! Natur und Umwelt im Südwesten

Montag, 19. März 2018 (Woche 12)/07.03.2018

Geänderten Beitrag für BW und RP beachten!

14.45 (VPS 14.44) Eisenbahn-Romantik 100 Jahre
Lokomotivmanufaktur Gmeinder Erstsendung: 26.01.2013 in SWR Folge
780

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 7. Mrz 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de