Südwest Presse: Kommentar zu Spielzeug, Ausgabe vom 12.05.2012





KOMMENTAR zu SPIELZEUG

Ausgabe vom 12.05.2012 Mamas und Papas, die auf Nummer sicher
gehen wollen, kaufen sowieso Teddybären ohne Batterie und brummen
selbst. Das ist garantiert blei- und quecksilberfrei, macht Spaß und
regt die Kreativität der Kindern wie der Eltern an. Wer stattdessen
auf die angekündigte Klage der Regierung setzt in der Sorge um die
Sicherheit seiner Kleinen, dürfte längst schulpflichtige Halbwüchsige
am Tisch haben, bis ein Urteil gefällt und gegebenenfalls umgesetzt
wird. Das Ganze riecht nach langatmigen Gutachterscharmützeln ohne
eindeutigen Ausgang. Dass zwei veritable Bundesminister mit diesem
Anliegen an die Öffentlichkeit treten, hängt denn wohl auch eher mit
dem nahen Wahltermin am Rhein zusammen als mit echter Sorge um die
Gesundheit der Wähler/innen von übermorgen. Im übrigen Europa dürfte
das Klischee von den auf jedwede Andeutung einer Gefahr eher
emotional denn rational reagierenden Deutschen wieder gegenwärtig
sein. Abgesehen davon ist es wohl lobenswert, wenn ein Staat sich
notfalls sogar vor Gericht wehrt gegen die Verwässerung seiner
Standards durch die EU. Oft allerdings stellt sich später heraus,
dass seine Interessenvertreter in Brüssel zuvor geschlafen haben.
Denn die Entscheidungen dort werden ausgesprochen gründlich
diskutiert. Und fast immer werden nur Mindestmaßstäbe definiert, die
jeder Nation genug Spielraum lassen für die eigene Umsetzung.

Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

veröffentlicht von am 11. Mai 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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