Start der neuen Primetime-Show “Rütter reicht–s!” Martin Rütter im Interview: “Ich wundere mich jeden zweiten Tag über eine Vorschrift …”





In seinen erfolgreichen TV-Sendungen und Soloprogrammen analysiert
Deutschlands Hundecoach Nummer 1, Martin Rütter, die besondere Beziehung
zwischen Hund und Halter. Doch während sich der Hund durch Konsequenz und klare
Regeln erst entfaltet, sorgt die alltägliche Regelflut bei uns Menschen nur noch
für Kopfschütteln. Martin Rütter reicht–s jetzt. In seiner neuen Primetime-Show
“Rütter reicht–s!”, die RTL ab dem 4. Dezember 2019 um 20.15 Uhr zeigt, nehmen
er und sein prominentes Team in vorerst zwei Ausgaben den täglichen
Bürokratenunsinn genauer unter die Lupe. Dabei knöpft sich der renommierte
Tierpsychologe die Paragraphenreiter vor und beleuchtet Fälle, wo Recht auf
gesunden Menschenverstand trifft und beide sich nicht einig werden.

Zum Start seiner neuen RTL-Show erzählt Martin Rütter welche Vorschriften ihn
auf die Palme bringen, welche er umgehend abschaffen würde und warum er mit
seiner neuen Show sein gewohntes Terrain verlässt und trotzdem den Hunden treu
bleibt.

Herr Rütter, haben Sie sich heute schon über eine Vorschrift geärgert?

Martin Rütter: “Sagen wir es so, ich wundere mich so gut wie jeden zweiten Tag
über eine Vorschrift, die es leider nicht gibt: Den Hundeführerschein. Ich bin
schon seit Jahren dafür. Es gibt für alles einen Schein, selbst für das Angeln.
Wenn ich Angeln gehe, gefährde ich aber niemanden. Wenn ich einen Hund falsch
erziehe, kann das jedoch ziemlich gefährlich werden. Viele Politiker sagen: Ach,
so ein Schein ist nicht standardisierbar. Doch! Und das sogar in kürzester Zeit!
Wenn Menschen bereits vor der Anschaffung des Hundes die Grundlagen über die
Bedürfnisse eines Hundes erlernen und später dann in einigen praktischen
Einheiten erfahren, worauf sie im Alltag achten müssen bzw. wie sie dem Hund die
wichtigsten Grundsignale wie “Bleib”, “Hier” oder das entspannte Laufen an der
Leine beibringen, wird sich der generelle Ausbildungsstand unserer Hunde bereits
in wenigen Jahren deutlich verbessern.”

“Rütter reicht–s!” ist “Martin Rütter ohne Hunde”. Was hat Sie gereizt, Ihr
gewohntes Terrain zu verlassen und worum geht–s in Ihrer neuen Show?

“Um den alltäglichen Bürokratie-Irrsinn in unserem Land. In der Sendung
versuchen mein Team und ich Lösungen aufzuzeigen und in einzelnen Fällen,
Brücken zu bauen. In erster Linie werden wir aber den Behördenwahnsinn unter die
Lupe nehmen und aufdecken. Und was das Terrain angeht: Mein Hauptthema wird auch
weiterhin der Hund und dessen Beziehung zum Menschen sein – und das ganz gleich,
ob ich nun mit einem Live-Programm auf Tour bin, wie aktuell mit FREISPRUCH!,
oder aber im Fernsehen zu sehen bin. Ganz grundsätzlich bin ich aber auch für
andere Themen offen.”

Haben Sie auch bei Ihrer Arbeit als Hundecoach schon mal von dummen Vorschriften
gehört?

“Absolut, das sind ganz klar die Rasselisten. Ob ein Hund freundlich, ängstlich
oder aggressiv ist, hängt vor allem davon ab, wie er aufgewachsen ist und welche
Erfahrungen er in seinem Leben gemacht hat. Dabei spielt die Erziehung durch die
Mutterhündin sowie die Aufzucht durch den Züchter eine genauso große Rolle wie
das Leben bei den neuen Haltern. Natürlich gibt es genetische und rassetypische
Phänomene, die darf man nicht außer Acht lassen. Aber diese pauschale
Klassifizierung durch sogenannte Rasselisten ist absurd, sie zielt an der
Kernproblematik vorbei. Wer meint, mit einer Tabelle ein fachlich fundiertes
Urteil über die Charakteristika eines Hundes abgeben zu können, handelt fern
jeglicher Realität. Vor der Anschaffung eines Hundes sollte man sich also immer
genau über dessen Bedürfnisse und die notwendigen Anforderungen einer Haltung
informieren, denn dies ist häufig der Grund dafür, dass es zu Problemen kommt.
Lediglich die Zugehörigkeit zu einer Rasse ist jedenfalls kein Kriterium dafür,
einen Hund als Problemhund einzustufen.”

Fließt das Thema “Vorschriften” auch in Ihr aktuelles Bühnenprogramm ein?

“Definitiv. In FREISPRUCH! gibt es eine sehr witzige Passage zum absurden
Regelwerk bei der Begleithundeprüfung. Mehr kann ich an dieser Stelle natürlich
nicht verraten.”

Sind Vorschriften eigentlich typisch deutsch?

“Das denken wir oft. Dabei ist es in vielen europäischen Ländern ja auch so,
dass die Missachtung von geltenden Vorschriften nochmal in einem ganz anderen
Maß geahndet wird. Vorschriften sind notwendig. Deswegen sind sie eher typisch
Mensch. Und das muss auch so sein. Sie müssen halt nur Sinn ergeben, die
Vorschriften.”

Ein Zitat des Soziologen und Politikers Ralf Dahrendorf besagt: “Wir brauchen
Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert
sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen.” Trifft die Aussage für Sie den
Kern der Sache?

“Da ist wirklich etwas Wahres dran (lacht).”

Welche Vorschrift würden Sie sofort abschaffen?

“Dass Kinder bereits um acht Uhr in die Schule müssen. JEDER Wissenschaftler
wird Ihnen bestätigen, dass das gegen den gesunden Verstand ist, da die Kids so
früh noch gar nicht voll leistungsfähig sind. Hundetrainer übrigens auch nicht
(schmunzelt).”

Pressekontakt:
Yvonne Wagner
Kommunikation Mediengruppe RTL Deutschland
Telefon: +49 221 456-74225
yvonne.wagner@mediengruppe-rtl.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/72183/4451712
OTS: Mediengruppe RTL Deutschland

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 27. Nov 2019. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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