Sonderausstellung “Der Hildesheimer Silberschatz” im Römermuseum Güglingen





Dass der Schatz im Jahr 1868 im freien Germanien aufgefunden wurde, führte schnell zu einer Deutung als „Tafelsilber des Varus“, einer Theorie, die bis heute noch hartnäckige Anhänger besitzt, obwohl der historische Ort der Varusschlacht mittlerweile bei Kalkriese nachgewiesen wurde. Es könnte sich bei den Silbergefäßen zwar tatsächlich um Beutegut aus der Varusschlacht handeln, sehr viel wahrscheinlicher gehören sie aber zu späteren Feldzügen der Römer ins freie Germanien in der 1. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. Der Silberschatz wurde wohl in Not vergraben und stammte ursprünglich aus dem Eigentum eines oder mehrerer römischer Offiziere, die diese Silbergefäße für Repräsentationszwecke in Germanien mitgeführt haben.

Die Stücke des Silberschatzes bieten einen besonderen Einblick in das römische Tafelsilber. Geschildert werden in der Ausstellung aber auch seine bedeutenden Einflüsse auf den Arminiusmythos und die Kunst im 19. Jahrhundert. Die Exponate bestehen aus sämtlichen galvanoplastischen Nachbildungen der WMF Geislingen, die diese in den 1920er Jahren mit größter Detailgenauigkeit von den Stücken des Schatzes hergestellt hat.

Zur Ausstellung ist außerdem ein reich bebilderter Begleitband erschienen:
Enrico De Gennaro (Hrsg.)
„Der Hildesheimer Silberschatz in galvanoplastischen Nachbildungen“
Schriftenreihe des Römermuseums Güglingen Band 2
80 S., 141 Abb.
ISBN 978-3-9812803-0-2
Preis: 14,90

veröffentlicht von am 18. Jun 2009. gespeichert unter Museen, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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