Sieger des plattdeutschen Erzählwettbewerbs „Vertell doch mal!“ geehrt





Hamburg / Schwerin – Die Sieger des niederdeutschen Erzählwettbewerbs „Vertell doch mal!“ sind jetzt im Hamburger Ohnsorg-Theater ausgezeichnet worden.
Zum 22. Mal hatten die vier NDR Radio-Landesprogramme in Zusammenarbeit mit dem Ohnsorg-Theater aufgerufen, Geschichten rund ums „Hartpuckern“ (Herzklopfen, so die hochdeutsche Übersetzung) einzuschicken. Rund 1.800 Geschichten gingen beim NDR zu diesem Thema ein. Die Jury wählte die besten fünf aus.

Am zurückliegenden Sonntag lud nun der NDR die Autorinnen und Autoren der 25 schönsten Geschichten als Ehrengäste zu einer unterhaltsamen und abwechslungsreichen Gala ins Hamburger Ohnsorg Theater. Ernst Christ, Leiter der Zentralredaktion Niederdeutsch im NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein, führte durch das Programm. Schauspieler des Ohnsorg Theaters trugen die fünf Preisträger-Geschichten vor. Für den musikalischen Rahmen sorgten Jasper Vogt und die Hafenmusikanten sowie Jan Graf.

Die 25 besten plattdeutschen Geschichten des diesjährigen Erzählwettbewerbs „Vertell doch mal!“ sind als Buch unter dem Titel „Hartpuckern“ erschienen. Dieser Band sowie weitere noch lieferbare Bände mit den Wettbewerbssiegern der Vorjahre können auch sofort online beim norddeutschen Spezialversand TENNEMANN unter www.tennemann.com geordert werden.

Die fünf ersten Plätze im Wettbewerb 2010 „Vertell doch mal“:
Den ersten Preis (1.000 Euro) gewann Martha-Luise Lessing aus Trappenkamp bei Kiel (Schleswig-Holstein). Ihre Geschichte „Buten Finster“ beschreibt auf beeindruckende Weise, wie ein kleines Mädchen seine Eltern bei einer Gestapo-Hausdurchsuchung erfolgreich beschützt. Die 45-jährige Physikerin und EDV-Lehrerin schaffte es gleich mit ihrem ersten Versuch ins „Vertell doch mal!“-Buch.

Elise Andresen-Bunjes aus Rotenburg an der Wümme (Niedersachsen) kam mit „Ik segg nix“ auf Platz zwei (750 Euro). Sie schrieb eine packende Kriminalgeschichte, in der eine Kardiologin bei der Überprüfung eines Herzschrittmachers einem Ehebruch oder einer Brandstiftung auf die Spur kommt. Sie wurde bereits im Jahr 2005 mit der Geschichte „Wat–n Malöör“ mit dem vierten Preis des Wettbewerbs ausgezeichnet.

Den dritten Preis (500 Euro) erhielt Volker Krüger für seine Geschichte „En keddelig Saak“, in der es um kindliche Doktor-Spiele und ihre Folgen geht. Der ehemalige Realschullehrer aus Kellinghusen lebt seit einigen Jahren im nordfriesischen Bordelum (Schleswig-Holstein).

Mit der Geschichte über die Schwangerschaft eines Teenagers namens „Di harr ik noit missen mucht“, schaffte es Elke de Witt aus Dornumersiel (Niedersachsen) auf den vierten Platz (350 Euro).

Platz fünf (250 Euro) ging an Bolko Bullerdiek aus Hamburg für seine Liebesgeschichte „Lady Jane an–n Isebekkanaal“, die durch das Auftreten einer psychischen Krankheit – einer akuten Phobie – ein abruptes Ende nimmt.

veröffentlicht von am 17. Jun 2010. gespeichert unter Allgemein, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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