Schwerpunkt Erster Weltkrieg „Clara Immerwahr“ und „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ am 27. und 28. Mai im Ersten





Mit einem Programmschwerpunkt widmet sich Das
Erste im Mai zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs dieser
„Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, die Europa ins Chaos stürzte
und ihre Spuren und Wunden bis heute hinterlassen hat.

Als Deutschland im August 1914 den Kriegszustand ausrief, meldeten
sich massenweise junge Männer als Freiwillige und zogen jubelnd ins
Feld. Mit der Begeisterung war es allerdings schnell vorbei. Die
überhaupt lebend von der Front zurückkehrten, waren für immer
gezeichnet, kriegsversehrt und seelisch gebrochen. Denn was die im
Rausch eines erhofften nationalen Aufbruchs Taumelnden nicht ahnten:
Der moderne Krieg hatte nichts mehr mit heroischem Kampf und
schneidigem Soldatentum zu tun. Die moderne Kriegsführung war eine
Schlacht des Materials, eine industrielle
Massenvernichtungsmaschinerie, in der erstmals auch chemische
Kampfstoffe zum Einsatz kamen.

Die vierteilige Doku-Drama-Serie „14 – Tagebücher des Ersten
Weltkriegs“ von Jan Peter und Yury Winterberg – eine großangelegte
internationale Koproduktion, an der sich seitens der ARD der NDR,
SWR, WDR und ARTE beteiligt haben – zeigt auf eindrückliche Weise die
mentalitätsgeschichtlichen Hintergründe dieser Urkatastrophe,
exemplarisch verdeutlicht in prägnanten Einzelschicksalen. Gestützt
auf Tagebücher und Briefe macht die individuelle Perspektive die
Tragödie dieses Krieges für das heutige Publikum konkret und
anschaulich nachvollziehbar. Die Spielszenen werden ergänzt mit
originalen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die sorgfältig ausgewählt und
restauriert wurden.

Begleitend zur vierteilige Doku-Drama-Serie „14 – Tagebücher des
Ersten Weltkriegs“ ist über „www.14-tagebuecher.de“ ein
Online-Special abrufbar, das in Kooperation von ARTE, SWR,
DasErste.de, WDR und NDR entstand. Im Mittelpunkt stehen multimedial
gestaltete Timelines, die das Leben der Hauptprotagonisten der
Fernsehserie dokumentieren – mit Auszügen aus ihren Tagebüchern und
Briefen, mit Archivbildern, Ausschnitten aus der Fernsehproduktion
sowie historischen Ton- und Filmaufnahmen. Das interaktive Spiel
„Zeitmaschine 14/18“ – in Zusammenarbeit mit dem Museum Historial de
la Grande Guerre und dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg – ist
Teil dieses Specials. Sie nimmt den User mit auf eine Zeitreise in
eines von 28 typischen Szenarien im Ersten Weltkrieg. Die Zeichnungen
des Franzosen Cyril Bonin sowie Videos, Audios und Fotos machen die
einzelnen Situationen für alle Zeitreisenden zu einem multimedialen
Erlebnis. Über Social-Media-Buttons können die User ihr persönliches
Szenario im sozialen Netzwerk Facebook teilen.

Der Erste Weltkrieg ist keineswegs nur ein geschichtliches Datum;
seinen langen Schatten wirft er bis in die Gegenwart. Es waren gerade
die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, die dazu führten, dass die
perfidesten Vernichtungstechniken international geächtet wurden. Dies
betraf vor allem die chemischen Waffen. 1925 wurde im Genfer
Protokoll die Anwendung von Giftgasen und bakteriologischen Mitteln
ausdrücklich verboten. Selbst der Krieg kennt Regeln – und bricht sie
doch immer wieder, wie aktuell in Syrien zu erleben, trotz
uno-ratifizierter Chemiewaffenkonvention.

Der Spielfilm „Clara Immerwahr“ (SWR, ARD Degeto, ORF und MDR)
erinnert an die Ehefrau des Chemikers Fritz Haber, der das Giftgas
erfunden hat, das in der Schlacht bei Ypern im April 1915 erstmals
eingesetzt wurde. 5000 englische und französische Soldaten
erstickten, weitere 7000 überlebten schwer verätzt. Als Pazifistin
stellt sich Clara Immerwahr, die selbst die erste promovierte
deutsche Chemikerin war, gegen die Forschungen ihres Mannes und
erschießt sich in der Nacht der Siegesfeier. Der Film von Harald
Sicheritz erzählt die Geschichte einer scheiternden Emanzipation und
stellt gleichzeitig die Frage nach Moral in der Wissenschaft.
Katharina Schüttler und Maximilian Brückner entfalten mit hoher
Intensität und Sensibilität den Liebes- und Leidensweg eines
Forscherpaares, dessen Lebenstraum auch an den Zwängen eines
Gesellschaftssystems zerbricht, das mit dem Ersten Weltkrieg
unterging.

Schwerpunkt Erster Weltkrieg – die Sendedaten:

Dienstag, 27. Mai 2014
21.45 Uhr: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, Folge 1: Der
Aufbruch
23.00 Uhr: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, Folge 2: Die
Front

Mittwoch, 28. Mai 2014
20.15 Uhr: Clara Immerwahr
21.45 Uhr: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, Folge 3: Die
Heimat
23.00 Uhr: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, Folge 4: Die
Entscheidung

Online-Special zu „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“:
www.14-tagebuecher.de

Pressekontakt:
Die Pressemappen zu „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ und
„Clara Immerwahr“ können sich akkreditierte Journalisten im
Pressedienst Das Erste
(https://presse.daserste.de/pages/pressemappen/liste.aspx)
downloaden.

Bei ARD TV Audio finden akkreditierte Journalisten auch 0-Töne zum
„Schwerpunkt Erster Weltkrieg“.

DVDs von „Clara Immerwahr“ und den vier „Tagebücher“-Folgen schicken
wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Fotos über www.ard-foto.de

Für Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an Bettina Melzer.

Pressekontakt:
Dr. Lars Jacob
Presse und Information Das Erste
Tel.: 089/5900-42898
E-Mail: lars.jacob@DasErste.de

Bettina Melzer
nic communication & consulting GmbH
Tel: 030/30 30 630
E-Mail: bm@niccc.de

veröffentlicht von am 19. Mai 2014. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen, Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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