Schwäbische Zeitung: RB Leipzig plant den Großangriff mit Nagelsmann – Kommentar zu Nagelsmann





Wenn er eines Tages wechsele, müsse der nächste
Schritt ein großer sein, sagte Julian Nagelsmann kürzlich. Manche
dürfte es also überrascht haben, dass der 30-jährige Wundertrainer,
der die Mittelmaßmannschaft Hoffenheim auf Platz vier und drei
führte, nun seine Übereinkunft mit Leipzig bekanntgab. RB, ein
Großclub? Können die Leipziger tatsächlich werden.

Die Methoden von RB klingen nach Fußball 6.0, der Ehrgeiz von
Sportdirektor Ralf Rangnick, wohl der Fachmann im deutschen Fußball,
ist ungebrochen. Und im Gegensatz zu Hoffenheims Dietmar Hopp ist
Red-Bull-Mäzen Dietrich Mateschitz bereit, auch langfristig dicke
Summen in den Verein zu pumpen. Ab 2019 wird RB nun noch ein
außergewöhnliches Trainertalent hinzubekommen, das auch das
außergewöhnliche Sturmtalent Timo Werner dazu bewegen könnte, zu
bleiben, statt ablösefrei nach München zu wechseln.

Nagelsmann ist Bayern-Bewunderer, doch das wird ihn nicht davon
abhalten, den Rekordmeister ein- und überholen zu wollen und den
ersten Titel mit Leipzig zu holen – sofern ihm der Sportdirektor, der
noch einmal zum Coach wird, nicht zuvor kommt. Leipzig plant den
Großangriff, und seinem spiritus rector Rangnick ist ein Coup
gelungen, der die Bundesliga nach öden Jahren endlich wieder spannend
machen könnte.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
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veröffentlicht von am 21. Jun 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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