Rheinische Post: Schützenwesen soll Weltkulturerbe werden





Die Schützen aus dem Rheinland und Westfalen
wollen ihre gelebte Tradition auf die Liste des Immateriellen
Unesco-Kulturerbes bringen. Ein entsprechender Antrag verließ am
Montagnachmittag das Rathaus der Stadt Dormagen. Bürgermeister
Peter-Olaf Hoffmann hatte zuvor als Generalsekretär der Europäischen
Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) das 19 Seiten starke Papier
unterzeichnet. In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der
Initiatoren 570 000 Schützen in fast 3000 Bruderschaften, Vereinen
und Gilden organisiert. Die Schützen berufen sich auf eine lebendige
Tradition, deren Wurzeln bis ins Mittelalter reichen. Dabei
beschränke sich das Brauchtum nicht auf Folklore, sondern habe sich
zu einer dynamischen Kraft in der Gesellschaft entwickelt. Dazu
zählten die “integrative Wirkung”, die vom Schützenwesen ausgehe,
sowie das starke soziale und caritative Engagement, dass von den
Vereinen gelebt werde, sagte EGS-Justitiar Horst Thoren aus
Korschenbroich gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen
Post” (Dienstagausgabe). Mit dem belgischen Honorarkonsul Prinz
Charles-Louis de Merode und dem österreichischen Erbherzog Karl von
Habsburg-Lothringen unterstützen auch zwei Vertreter des europäischen
Hochadels den Antrag, die beide dem Schützenwesen über
EGS-Spitzenämter eng verbunden sind. Immaterielle Kulturgüter können
nach deutschem Recht erst seit dem Vorjahr unter Schutz gestellt
werden. Wie die Schützenverbände streben unter anderem auch die
Organisationen des rheinischen Karnevals die Anerkennung als
Weltkulturerbe an.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

veröffentlicht von am 26. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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