Rheinische Post: Alice Schwarzer sieht in sexueller Belästigung ein Mittel der Macht





Von sexueller Belästigung sind nach
Einschätzung von Alice Schwarzer vor allem Frauen betroffen, die in
sogenannte Männerberufe drängen und dann als Konkurrenten
wahrgenommen werden. Aber auch Frauen in den „Lächel-Berufen“ wie
Schauspielerinnen, Verkäuferinnen und Stewardessen. Solche
Belästigungen sind für die 75-jährige Feministin ein Mittel der
Macht, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Oder
haben Sie schon einmal gehört, dass ein Schauspieler von einer
Regisseurin belästigt worden wäre? Würde eine Frau einen Mann
anmachen, würde der in den meisten Fällen denken: Ach, hübsche
Einladung zum Tanz.“ Nach ihren Worten könne man die
Geschlechterverhältnisse nicht einfach umdrehen. „Einen Mann kann man
durch eine sexuelle Anmache weder einschüchtern noch erniedrigen.“
Von Alice Schwarzer ist jetzt das Buch „Meine algerische Familie“
erschienen, in dem sie die Probleme des nordafrikanischen Landes an
der Lebensgeschichte ihrer Freunde erzählt. „Als größtes Land Afrikas
ist Algerien ein Schlüsselland auch für Europa. Wenn Algerien kippt,
kippt ganz Nordafrika. Und dann gnade uns Gott“, sagte Schwarzer der
Redaktion.

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Rheinische Post
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veröffentlicht von am 1. Mrz 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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