Rhein-Neckar-Zeitung: „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Heidelberg) zum Urteil gegen die Sedlmayr-Mörder





Bei dem vorliegenden Fall ging es um das
Abwägen zwischen zwei Grundrechten: Auf der einen Seite das auf
Privatsphäre, auf der anderen das Recht der Öffentlichkeit auf
Information. Da beides wichtig ist, muss jeder Einzelfall für sich
entschieden werden. Je prominenter ein Fall ist, desto mehr neigt
sich die Waage zugunsten der Öffentlichkeit. Brennt sich ein Fall ins
kollektive Gedächtnis ein, weil er besonders aufsehenerregend oder
das Opfer berühmt war, wird er irgendwann Teil der Zeitgeschichte,
und die Beteiligten sind keine reinen Privatpersonen mehr. Das ist
auch sinnvoll – sonst müsste man ja sämtliche Archive und
Geschichtsbücher nachträglich schwärzen.

Auch die Mörder von Walter Sedlmayr haben ein Recht darauf, nicht
diffamiert zu werden. Solange die Berichterstattung aber sachlich
ist, müssen sie sie zurecht hinnehmen. Das ist eine Konsequenz ihrer
Tat.

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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veröffentlicht von am 28. Jun 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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