Rezension : „Sayonara Bulle“ – Carsten Germis





Inhalt :

Tokio statt Peine?
Aufregend ist das Leben von Bernie Ahlweg nicht gerade. Mitte 50 und geschieden, schiebt der Provinzpolizist eine ruhige Kugel. Der Höhepunkt der Woche: die Skatrunde im «Härke-Eck». Bis sein Chef die Bombe platzen lässt: Zwecks Fortbildung soll Bernie für ein Jahr nach Japan.
Tokio statt Peine, das stellt den sturen Niedersachsen vor ungeahnte Herausforderungen. Die strengen Regeln der japanischen Kultur lassen ihn immer wieder in Fettnäpfchen stolpern. Und er ist in Tokio ebenso wenig erwünscht wie zuhause. Polizeikommissarin Yoko Fukuda hat es bald satt, sein Kindermädchen zu spielen. Bis Bernie sie bei ihren Ermittlungen zu einem Mordfall mit norddeutscher Sturheit, ungeahnter Kombinationsgabe und viel Menschenkenntnis beeindruckt …

Rezension :

Am Anfang des Krimis dachte ich, O Gott ein trotteliger Provinzpolizist, der sein Leben in einer Kneipe an der Ecke lebt. Er wird mehr oder weniger strafversetzt nach Tokio und stolpert am Anfang in jedes noch so kleines Fettnäpfchen, welches sich in seinem Weg befindet.

Man muss einfach ab und zu schmunzeln über Bernie, der sich aber trotzdem sehr schnell mit Yoko zu einem Team formt. Er lebt sich recht schnell in Tokio ein und findet dort doch rasch Freunde in dem er seinem Wesen trotz allem treu bleibt.

Durch seine Menschenkenntnis, die er ohne Zweifel besitzt, und seine Unbestechlichkeit macht er sich schnell einen Ruf bei der Yakuza in Tokio.

Alles in allem ein Krimi, der wirklich zu fesseln weiß. Am Anfang durch die plumpe Art wie Bernie durch die Stadt geht, und er sich nicht verbiegen will, aber gerade dies macht Ihn auch so sympathisch. Er sieht dadurch Dinge, die seine Kollegen, die sich mehr auf Computer und Daten verlassen, einfach nicht sehen wollen.

Alles in allem ein intelligent geschriebener Krimi, der ohne großes Tempo auskommt, aber trotzdem nie langatmig wirkt. Da man entweder etwas zum Schmunzeln bekommt oder einfach man etwas über Japan lernt, ohne dass das Buch schulmeisterlich wirkt.

Man erfährt, dass in Japan die Vergangenheit anders bewertet wird, aber das man vielleicht einfach beide Welten ein wenig miteinander verknüpfen sollte.

Ich persönlich würde mich freuen, Bernie weiter in Japan sehen zu können, zumal mir bestimmte Personen sehr schnell ans Herz gewachsen sind, und es mir aufgezeigt hat, dass man sich immer mal ein wenig verändern kann. Man muss sich einfach nur ein wenig auf fremde Menschen und Kulturen einlassen.

Alles in allem also ein Lesevergnügen für jeden der kurzweilige aber auch intelligent geschriebenen Krimis mag.

veröffentlicht von am 23. Feb 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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