Rezension : „Miederhosenmord“ – Klaudia Blasl





Inhalt :

Das Leben im steirischen Damischtal verläuft friedlich, bis ein Mord die Idylle zerstört. Da die Erstbegehung des neuen Pilgerwegs durch höchste kirchliche Würdenträger naht, kommt die Leiche äußerst ungelegen. Träge beginnt Muttersöhnchen und Dorfpolizist Ferdinand Kapplhofer zu ermitteln. Dabei trifft er auf eine Menge bockiger Dörfler und mehr schmutzige Geheimnisse, als einem einzigen Tal guttut. Und dann geschehen auch noch weitere Morde. Das Schlimmste aber: Ausgerechnet der aufgeweckte Sprössling einer deutschen Urlauberfamilie bringt Licht ins frevelhafte Dunkel . . .

Rezension :

Miederhosenmord von Klaudia Blasl ist einfach nur köstlich zu lesen! Ok, es steht ja auch Schräg, Skurril und Köstlich drauf auf einem Aufkleber, aber hat dies etwas zu sagen?

Die Erfahrung zeigt mir, dass man darauf eigentlich nie etwas geben kann. Aber es ist dann doch irgendwie alles sehr schräg, und ich musste in manchen Situationen an die Schildbürger denken, die auch immer alles besonders gut machen wollten, aber dann doch immer wieder sich selbst ein Bein stellten.

Besonders angetan hat es mir der Dorfpolizist Kapplhofer, der doch eigentlich nur einmal in Ruhe essen möchte, und irgendwie immer wieder vom Bürgermeister oder sonstigen Personen gestört wird.

Es gibt in diesem Buch in jedem Kapitel mehrere Stellen, wo man einfach herzhaft am Lachen ist über die wirklich sehr komischen Situationen. Wie etwa die Herzverkleidung der Pilger, die die Erstbegehung des Pilgerwegs machen, und dieses gebackene Herz als Schutz vor umherirrende Kugeln tragen, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Wie gesagt man versucht immer wieder, alles besonders gut zu machen, aber man erlebt halt immer wieder, dass der Versuch nie 100% Durchdacht ist.

Alles in allem ein sehr erheiterndes Buch, welches einem in trüben Wochen oder Tagen einfach einmal ein Lichtblick bietet.

Als Deutscher, muss man sich in den ersten Seiten einfach erst auf bestimmte Ausdrücke einlassen, die im österreichischen Dialekt geschrieben wurden. Aber genau dies macht dann auch den Charme des Buches aus.

Alles in allem ein wirklich lustiger und irgendwie anderer Kriminalroman, der immer wieder ein leichtes Lachen bei mir als Leser hervorgerufen hat.

veröffentlicht von am 24. Jan 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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