Rezension : „Drei auf Reisen“ – David Nicholls





Inhalt :

LIEBE ist wie eine REISE durch EUROPA: nicht immer komfortabel, aber voller ÜBERRASCHUNGEN. Und manchmal versteht man einfach nur die SPRACHE nicht.

Eines Nachts verkündet Connie ihrem Ehemann Douglas, dass nun, nach über zwanzig Jahren glücklicher Ehe, der ideale Zeitpunkt für eine Trennung und einen Neuanfang gekommen sei – jetzt, wo auch ihr Sohn bald ausziehe. Doch der bereits geplanten gemeinsamen Grand Tour durch bedeutende Städte Europas – Paris, Amsterdam, München, Venedig, Florenz, Madrid, Barcelona – soll nichts im Wege stehen. Douglas erinnert sich unterwegs an verschiedene Phasen ihrer Beziehung und hofft, seine Frau auf dieser Reise zurückzugewinnen und zugleich die Beziehung zu seinem Sohn zu vertiefen. Ein ambitioniertes Unterfangen, das trotz akribischer Planung ganz unerwartete Wendungen nimmt …

Rezension :

Hörbuch gelesen von Ulrich Noethen

Im 19. Jahrhundert machte man Bildungsreisen durch Europa, um seinen Horizont zu erweitern, bevor man in den Ernst des Lebens einstieg. Ähnliches macht man heute auch noch – jetzt aber als Backpacker-Tour. Connie und Douglas denken aber eher an die ältere Version, als sie mit ihrem Sohn zwischen Schulabschluss und Studium zu einer Europa-Tour aufbrechen. Alles von Douglas akribisch geplant.

Soweit klingt alles nach einer einfachen Geschichte. Spannung und Witz lassen sich nicht wirklich vermuten. Aber sie sind durchaus vorhanden, wenn ich mir auch etwas mehr vom berüchtigten schwarzen Humor der Briten gewünscht hätte.

Die Zeitsprünge zwischen der gemeinsamen Europa-Reise von Douglas und Connie und der aktuellen Reise, sowie weiteren Rückblenden zu vergangenen Erlebnissen, machen es etwas anstrengender beim Zuhören. Für eine anspruchsvolle Autofahrt auf unbekannter Strecke fand ich es daher nicht so gut. Aber es verkürzte mir den Stau sehr angenehm. Einige der bereisten Orte kenne ich selber und konnte mich an vieles auch so erinnern. Das Kopfkino wird wunderbar angesprochen.

Doch die Reise ist eigentlich nur das Vehikel für die eigentliche Geschichte von persönlicher Weiterentwicklung, der Auseinanderentwicklung von Beziehungen und dem was unser Leben immer wieder auf den Kopf stellt – die plötzliche Veränderung. Zugegeben, die Verwendung einer Reise als metaphorisches Symbol für die Entwicklung ist nicht neu in der Literatur, aber sehr unterhaltsam von Nichols umgesetzt. Eine schöne Erzählung, die sich mit den Veränderungen, die das Leben so bringen kann befasst.

veröffentlicht von am 19. Mrz 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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