Rezension : „Die Spur des Barolo“ – Paul Grote





Inhalt :

Der zwölfte Band der Weinkrimi-Reihe

Die fröhliche Weinreise ins Piemont endet im Desaster. Arnold Sturm, einer der sieben Düsseldorfer Weinfreunde, ist spurlos verschwunden. Und zwar, wie es aussieht, auf dem Rückflug von Turin. Wurde er entführt? Aber wie und warum? Und lebt er noch? Ehefrau Francesca will so rasch wie möglich Antworten auf diese Fragen, aber die Behörden erweisen sich als wenig kooperativ. Also nimmt die energische Italienerin die Sache selbst in die Hand und stellt, als Wein-Einkäuferin getarnt, Nachforschungen an.

Rezension :

Dies war ja nun mein erstes Buch, welches ich von Paul Grote gelesen habe und was soll ich sagen, es war eine wirklich gelungene Einführung in die Welt des Weines.

Was mir sehr gut gefallen hat bei diesem Buch, war der Lerneffekt, den ich bei diesem Buch hatte. Herr Grote beschreibt sehr genau die Herstellung des Weines, die Lagen und die Fässer, also welche Auswirkungen die verschiedenen Holzsorten auf den Wein haben. Oder was auch die Bodenbeschaffungen für den Wein bedeuten.

Dies alles webt er in einen Krimi ein, den man entspannt folgen kann. Es ist aber auch eine Geschichte über das Piemont und man muss schon ein wenig grinsen, wenn man z.B. darüber liest das die Piemont-Kirsche ja nicht aus dem Piemont kommt sondern es dann doch eher Piemont-Haselnuss heißen sollte.

Aber dies nur mal so nebenbei erwähnt. Ich fand es sehr spannend wie Francesca sich immer weiter in Richtung Wein gebildet hat. Ich denke nur nicht, dass dies so schnell geht, wie in dem Buch beschrieben wurde. Ich schweife schon wieder ab, aber das Buch ist nun mal auch sehr vielschichtig.

Herr Grote beschreibt auch die Problematiken in Italien, also die Verflechtungen von Wirtschaft mit Politik, Polizei etc.

Sehr interessant war auch dieses ganze Thema rund um die Chinesen, wie sie mit Wein Geldwaschen usw. Es zeigt einige Probleme, mit denen Italien und andere Länder zu kämpfen haben und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch ein Problem in Deutschland darstellt.

Francesca ist für mich sehr gut gezeichnet und man die Ängste, die sie treiben sehr gut nachvollziehen. Sie ist nicht überzeichnet oder zu stark, sondern man hat immer wieder Angst um sie.

Auch wird in diesem Buch das Thema Familie sehr gut gezeigt. Was Familie für Italiener bedeutet, dass man zueinander steht und dem anderen, auch wenn man ihn nicht kennt, hilft.

Der Weinkrimi, ist schnell zu lesen und hat einige interessante Spannungsbögen. Er ist in sich recht schlüssig und spannend erzählt.

Was mir persönlich ein wenig zu kurz kam, ist die Tatsache, dass ich gerne mehr über die Chinaconnection erfahren hätte und weniger über den Wein, aber es ist nun mal ein Weinkrimi und nicht nur ein Krimi oder Wirtschaftsthriller.

Ich kann auf alle Fälle Herrn Grote jedem ans Herz legen, der gerne Krimis liest und mehr über Wein erfahren will, oder in diesem Roman auch über das Piemont, welches ich doch gerne einmal besuchen würde. Es hat mich einfach neugierig gemacht und ich finde, dass ein Buch immer Neugier wecken sollte, mag es auf einen Landstrich sein oder auf einen Barolo am Abend mit seinen Freunden, oder vielleicht einer weiteren Folge der Weinkrimis. Ich bin auf alle Fälle sehr gespannt, welcher Wein als nächstes kredenzt wird.

Verlag: dtv

ISBN: 978-3-423-21603-6

veröffentlicht von am 28. Aug 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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