Resümee zum EU-Sondergipfel in Sofia: Einig, aber ohne Illusionen – Ein Kommentar von Klaus Weber, phoenix-EU-Korrespondent





Gemeinsame Feinde erhalten die Freundschaft und
erneuern sie sogar. Mit dieser Erkenntnis kann man diesen Gipfel von
Sofia wohl am besten beschreiben. Denn Donald Trump war
allgegenwärtig. Er und seine aus EU-Sicht rücksichtslose Politik
gegenüber Europa. Er einte die Europäer wie selten zuvor.

Der Ratspräsident war dabei der Kämpfer an vorderster Front und
legte sich am deutlichsten mit dem US-Präsidenten an. Donald Tusk
meinte nicht nur, dass man bei solchen Freunden keine Feinde brauche,
er war Trump laut eigener Aussage sogar dankbar dafür, dass er den
Europäern die Augen geöffnet habe. Illusionen gebe man sich nun nicht
mehr hin. Illusionen, mit denen übrigens in diesem Zusammenhang auch
die Kanzlerin aufräumte. Der Illusion nämlich, dass man alle
europäischen Unternehmen im Iran-Streit entschädigen könne.
Spätestens dann aber, wenn europäischen Unternehmen
Milliardenverluste im US-Geschäft drohen, die nicht kompensiert
werden können, wird aus Illusion Realität. Spätestens dann wird sich
zeigen, wie weit es her ist mit der europäischen Einigkeit und der
angeblichen Front gegen Trump.

Mehr: http://ots.de/1wzEdy

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veröffentlicht von am 17. Mai 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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